KSW engagiert sich beim Fürther Ludwig-Erhard-Preis 2026: Impulse für eine zukunftsfähige Altersvorsorge
KSW engagiert sich beim Fürther Ludwig-Erhard-Preis 2026
Die Verleihung des 23. Fürther Ludwig-Erhard-Preises am 16. Juli in der Stadthalle Fürth zog über 300 hochkarätige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an. Im Zentrum der festlichen Veranstaltung standen die Würdigung exzellenter wirtschaftswissenschaftlicher Forschung und die Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft.

Der diesjährige Hauptpreis wurde an Dr. Robert Maximilian Rühl für seine Dissertation „Neue Wege der Rentenversicherung – Möglichkeiten und Perspektiven einer demographiefesteren Altersvorsorge“ verliehen. Seine Arbeit liefert innovative Lösungsansätze, um das gesetzliche Rentensystem langfristig stabil, finanzierbar und generationengerecht aufzustellen.
Als Sponsor des Hauptpreises unterstützte die KSW Vermögensverwaltung die Auszeichnung dieser herausragenden Arbeit aktiv.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch Impulse prominente Redner. Prof. Dr. Gabriel Felbermayr referierte über die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft und die wirtschaftspolitische Ausrichtung Europas. Zudem betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in seinem Grußwort die Bedeutung des Preises als Innovationsmotor für den Wirtschaftsstandort Bayern.
Mehr als Champagner und Chanel: Warum Frankreich für Anleger interessant ist
Warum Frankreich für Anleger interessant ist
Wer an Frankreich denkt, hat häufig Straßencafés in Paris, Rotwein aus Bordeaux oder die bunten Wochenmärkte der Provence vor Augen. Doch hinter dieser romantischen Kulisse steckt weit mehr als „Savoir-vivre“: Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union – und wirtschaftlich deutlich vielseitiger, als viele Anleger vermuten.
Besonders stark ist das Land dort, wo Wirtschaft und Emotionen zusammentreffen: in der Luxusindustrie. Konzerne wie LVMH oder Marken wie Dior und Hermès verkaufen nicht nur Produkte – sie verkaufen ein Lebensgefühl. Während Deutschland für Maschinenbau und Präzision steht, exportiert Frankreich Stil, Prestige und kulturelle Strahlkraft. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erweist sich dieser Markt als erstaunlich stabil, weil wohlhabende Käufer weltweit weiterhin bereit sind, hohe Summen für das Besondere auszugeben.
Industriestärke jenseits des Luxussektors
Doch Frankreich ist keineswegs nur das Land der Mode und Parfüms. Bei Airbus hat die Grande Nation einen bedeutenden Anteil an einem der wichtigsten Luftfahrtkonzerne der Welt. Hinzu kommen starke Positionen in der Raumfahrt, der Verteidigungsindustrie und beim Hochgeschwindigkeitsverkehr. Anders als viele europäische Staaten verfolgt Frankreich seit Jahrzehnten eine aktive Industriepolitik: Der Staat fördert Schlüsselbranchen und schützt strategisch wichtige Unternehmen.
Ein weiterer struktureller Vorteil liegt in der Energiepolitik. Frankreich setzt traditionell stark auf Kernenergie und verfügt dadurch über vergleichsweise stabile Strompreise und eine höhere Energieunabhängigkeit als viele Nachbarländer – in Zeiten gestiegener Energiekosten ein wichtiger Standortvorteil. Nicht zu vergessen: Regionen wie Bordeaux, Burgund oder die Champagne stehen weltweit für Qualität. Französischer Wein ist aber nicht nur ein milliardenschweres Exportgeschäft, sondern zusammen mit anderen hochwertigen Lebensmitteln auch wichtiger Teil der Kultur. Frankreich verteidigt damit erfolgreich eine Qualität des Lebens, die in vielen hochindustrialisierten Ländern zunehmend verloren geht.
Hohe Schulden, moderates Wachstum – und trotzdem interessant
Natürlich hat Frankreich auch Probleme. Die Staatsschulden lagen 2025 bereits bei 115,6 % des Bruttoinlandsprodukts und dürften 2026 weiter steigen. Das Haushaltsdefizit soll laut EU-Kommission bei 5,1 % des BIP verharren, die Wirtschaft wächst nur um rund 0,8 %, und die Arbeitslosenquote könnte auf 8,3 % klettern. Hinzu kommen politische Spannungen, häufige Streiks und ein teilweise starres Arbeitsrecht.
Dennoch sollte man Frankreich als Anleger nicht unterschätzen. Das Land besitzt außergewöhnlich starke globale Marken, eine moderne Infrastruktur und eine enorme kulturelle Anziehungskraft. Luxusindustrie, Luftfahrt, Tourismus und hochwertige Lebensmittel dürften langfristig weiterwachsen. Wer in Frankreich anlegt, investiert nicht nur in Unternehmen, sondern in die vielleicht wertvollste nationale Marke Europas.
Bleibt die Frage nach dem CAC 40. Der French-Blue-Chip-Index hat in den vergangenen Jahren gegenüber DAX und EuroStoxx 50 underperformt – doch hier ist Vorsicht geboten: Der DAX ist ein Performanceindex mit reinvestierten Dividenden, der CAC 40 dagegen ein reiner Kursindex. Bereinigt man diesen Effekt, fällt der Rückstand deutlich geringer aus. Für eine Aufholjagd fehlt es dennoch nicht an Substanz.
Über den Autor

Seit mehr als 30 Jahren fühlt sich Udo Rieder dem Wertpapiergeschäft verbunden. Der Ausbildung bei der Deutschen Bank AG in Nürnberg folgten Einsätze als Investmentmanager in Lübeck und Genf, wo er das internationale Geschäft sehr wohlhabender Klienten betreute. Seine Rückkehr nach Deutschland führte ihn über die Leitung der Vermögensverwaltung für Nordbayern hin zur Verantwortung für die Investmentmanager im neu gegründeten Geschäftsbereich Private Wealth Management. Im Jahr 2008 ist er zur UBS Deutschland AG gewechselt, um die neu zu eröffnende Niederlassung Nürnberg mit aufzubauen. Seine berufliche Tätigkeit wurde flankiert von berufsbegleitenden Studien an der Bankakademie und der European Business School. Zudem ist er zertifizierter Eurex-Anlageberater. Im Januar 2015 trat Herr Rieder als Gesellschafter der KSW bei, um seine Kunden als Portfoliomanager weiterhin individuell zu betreuen.
Software-Aktien vor dem Comeback?
Wird die klassische Software durch sogenannte KI-Agenten überflüssig?
Die Differenzierung bleibt entscheidend
In den vergangenen Monaten galt als Faustregel: Wer von Künstlicher Intelligenz profitieren will, kauft die Schaufelhersteller dieses modernen Goldrauschs – also Chip- und Infrastrukturwerte. Nvidia, Micron oder TSMC avancierten zu den großen Gewinnern, während viele Softwareunternehmen hinterherhinkten. SAP etwa zählt seit Jahresbeginn mit einem Minus von rund 20 % zu den größten Verlierern im Dax. Doch nun mehren sich die Zeichen, dass sich das Blatt wendet.
Ausgerechnet Nvidia-Chef Jensen Huang liefert dafür die Argumente. Noch vor wenigen Monaten befürchteten viele Investoren, dass sogenannte KI-Agenten klassische Software überflüssig machen könnten. Die Sorge: Wenn KI Aufgaben eigenständig erledigt, braucht es weniger Software-Abonnements – und damit weniger Umsatz für die großen Software-as-a-Service-Anbieter.
Huang hält diese Sichtweise für grundlegend falsch. Er betonte mehrfach, dass Märkte die Auswirkungen von KI auf die Softwarebranche missverstehen. KI werde Software nicht ersetzen, sondern aufwerten und deren Nutzung sogar intensivieren. Unternehmen würden künftig nicht weniger, sondern mehr Software benötigen – allerdings in einer Form, die für KI-Agenten optimiert ist.
Das Betriebssystem der Agenten
Diese Einschätzung hat zuletzt neue Dynamik erhalten. Auf der Computex 2026 erklärte Huang, es sei ein „unglaublicher Zeitpunkt, ein Softwareunternehmen zu sein“ – mit einer entscheidenden Einschränkung: Die Software müsse so gestaltet sein, dass KI-Agenten sie tatsächlich nutzen können. Nicht jeder Anbieter profitiert also automatisch. Hintergrund ist der Übergang zu agentischen KI-Systemen. Diese arbeiten nicht isoliert, sondern greifen auf Unternehmensanwendungen, Datenbanken und Workflows zu. Software wird damit nicht ersetzt – sie wird zum Betriebssystem der KI-Agenten.
An der Börse zeigt sich bereits eine erste Reaktion. Nach Nvidias jüngsten Ankündigungen legten zahlreiche Softwaretitel deutlich zu. Investoren beginnen offenbar zu erkennen, dass KI nicht nur die Nachfrage nach Rechenleistung steigert, sondern auch neue Softwaregenerationen hervorbringt. Unternehmen wie ServiceNow, Adobe, SAP oder Microsoft profitierten zuletzt von dieser Neubewertung.
Hinzu kommt ein struktureller Vorteil: Die Produktivität von Softwareentwicklern steigt durch KI-Tools erheblich. Das bedeutet niedrigere Entwicklungskosten, schnellere Innovationszyklen und potenziell höhere Margen – eine Kombination, die Börsen regelmäßig mit Aufschlägen honorieren.
Differenzierung bleibt entscheidend
Natürlich bestehen Risiken. Die Konkurrenz durch KI-native Start-ups wächst, und etablierte Anbieter müssen ihre Produkte konsequent an die neue Agentenwelt anpassen. Wer diesen Wandel verpasst, verliert Marktanteile.
Selektives Vorgehen bleibt daher geboten. Besonders in Marktnischen mit hohen Eintrittsbarrieren – und überall dort, wo sensible Kundendaten im Spiel sind – werden autonome KI-Lösungen etablierte Anbieter wie SAP oder Microsoft so schnell nicht verdrängen. Compliance, Haftung und Sicherheit setzen Grenzen, die sich nicht per Sprachbefehl überwinden lassen.
Vieles spricht dafür, dass Softwareaktien nach Jahren relativer Schwäche vor einer Renaissance stehen. Während die Infrastrukturseite des KI-Booms bereits hohe Bewertungen erreicht hat, bieten zahlreiche Softwareunternehmen noch Aufholpotenzial. Wenn Jensen Huang recht behält, findet die nächste Phase der KI-Revolution nicht nur in Rechenzentren statt – sondern in den Anwendungen, die Unternehmen täglich nutzen. Nach dem Hardware-Boom folgt der Software-Zyklus. Und genau dort entstehen oft die nachhaltigsten Geschäftsmodelle.
Über die Autorin

Als gelernte Bankkauffrau und Betriebswirtin IHK verfügt Stefanie Dyballa über eine mehr als 20-jährige Expertise in der Beratung wohlhabender Privatpersonen und Unternehmen. Nach einer Ausbildung bei der Commerzbank AG in Nürnberg übernahm Stefanie Dyballa 2003 die Position der Private Banking Beraterin. Ab 2011 begleitete sie für sieben Jahre große Firmenkunden und Institutionelle in den Themen Währungs-, Rohstoff- und Assetmanagement.
Die Leidenschaft für Wertpapiere führte sie 2018 zurück in das Privatkundengeschäft. Im Wealth Management Nürnberg der Commerzbank AG übernahm sie als Senior Anlagemanagerin die Beratung anspruchsvoller, vermögender Privatpersonen. Ihre ausgesprochen hohe Kundenorientierung und individuelle Betreuung führt Stefanie Dyballa seit Januar 2023 als Portfoliomanagerin bei der KSW fort.
Vollgas und Gegenwind: Die seltsame Logik der aktuellen Kapitalmärkte
KSW Kapitalmarktausblick
Die aktuellen Kapitalmärkte wirken auf den ersten Blick widersprüchlich. Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise, fragile Lieferketten, höhere Zinsen – und trotzdem bewegen sich viele US-Aktienindizes nahe ihrer Rekordstände. Haben sich die Börsen von der Realwirtschaft entkoppelt? Ganz so einfach ist es nicht. Die Märkte senden gerade zwei unterschiedliche Signale gleichzeitig.
Einerseits stützen robuste Unternehmensgewinne und der weltweite Investitionsschub rund um Künstliche Intelligenz die Aktienmärkte. Andererseits signalisieren höhere Rohstoffpreise, steigende Ölnotierungen und zunehmende Renditen an den Anleihemärkten, dass geopolitische Risiken und Inflationssorgen keineswegs vom Tisch sind. Anleger ignorieren diese Risiken nicht – sie gewichten sie anders als in klassischen Konjunkturabschwüngen.
Der KI-Boom als Wachstumsmotor
Der globale Ausbau von Künstlicher Intelligenz ist derzeit der stärkste Wachstumstreiber an den Märkten. Die Gewinnerwartungen vieler Unternehmen haben sich deutlich verbessert. Besonders dynamisch entwickeln sich große US-Technologiekonzerne sowie technologieorientierte Schwellenländer. Die Nachfrage nach Rechenleistung, Cloud-Infrastruktur und KI-Anwendungen wächst weltweit.
Unternehmen und Staaten investieren massiv in Rechenzentren, Halbleiterproduktion, Energieversorgung und Cybersicherheit. Der globale Wettbewerb um technologische Dominanz beschleunigt diesen Trend. Das Ergebnis ist ein Investitionszyklus, der derzeit stark genug ist, um viele klassische Belastungsfaktoren zu überlagern.
Gewinner und Verlierer: Europa hängt zurück
Innerhalb der Aktienmärkte gibt es klare Unterschiede. US-Aktien und asiatische Technologiestandorte wie Taiwan oder Südkorea entwickeln sich besonders stark. Europa hingegen leidet unter hohen Energiekosten, industrieller Schwäche und einer größeren Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Auf Branchenebene profitieren vor allem technologie- und KI-nahe Bereiche – konjunktur- oder rohstoffabhängige Segmente hinken hinterher.
Bemerkenswert ist die relative Stabilität am Unternehmensanleihemarkt. Die Risikoaufschläge bewegen sich auf moderaten Niveaus. Dies zeigt, dass Investoren keine schwere globale Rezession erwarten. Zugleich wird immer deutlicher, dass die weitere Entwicklung maßgeblich von der Zinsseite abhängt.
Das Zinsdilemma: Wenn Wachstum teuer wird
Der KI-Ausbau erhöht den globalen Kapitalbedarf erheblich. In einer geopolitisch fragmentierten Welt verschärft das den Wettbewerb um Kapital. Staaten und Unternehmen müssen höhere Summen finanzieren und dafür mehr Zinsen bieten.
Bislang gleichen die Aktienmärkte diesen Effekt durch kräftiges Gewinnwachstum aus. Solange die Unternehmensgewinne dynamisch steigen, lassen sich höhere Finanzierungskosten teilweise kompensieren. Genau dieses Spannungsfeld prägt die Marktbewegungen: hohe Wachstumsdynamik auf der einen Seite, steigende Renditen auf der anderen.
Problematisch wird es, wenn sich die geopolitischen Belastungen verfestigen. Sollten Energie- und Rohstoffpreise längerfristig hoch bleiben, würde das die Inflation befeuern und die Kapitalmarktzinsen weiter steigen lassen. Höhere Finanzierungskosten würden dann stärker auf die Aktienbewertungen durchschlagen.
Die Inflationsfrage entscheidet alles
Der US-Arbeitsmarkt bleibt stark, die Löhne wachsen weiterhin deutlich. Der Spielraum der US-Notenbank für schnelle Zinssenkungen ist damit begrenzt. Auch im Euroraum bleibt das Umfeld schwierig: Das Wachstum verliert an Dynamik, der Inflationsdruck bleibt erhöht. Die Europäische Zentralbank hält deshalb an ihrer restriktiven Haltung fest.
Unsere Einschätzung: selektiv positiv – mit einem wichtigen Vorbehalt
Kurz- und mittelfristig bleibt unser Ausblick für Aktienmärkte positiv. Besonders US-Aktien und ausgewählte Schwellenländer mit starkem Technologie- und KI-Bezug erscheinen attraktiv. Im Anleihebereich bevorzugen wir kurz- bis mittelfristige Laufzeiten; langlaufende Staatsanleihen bleiben angesichts steigender Renditerisiken anfälliger.
Diese Einschätzung setzt allerdings eine Entspannung in der Straße von Hormus voraus. Hält die Beeinträchtigung dort an oder verschärft sie sich, ändert sich das Bild rasch: Inflation und Renditen steigen, Finanzierungsbedingungen verschlechtern sich und der KI-Investitionszyklus gerät unter Druck.
Über den Autor

Thorsten Göhl studierte als gebürtiger Nürnberger nach dem Abitur Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Bank- & Börsenwesen sowie Kapitalmarkttheorie. Mit dem direkten Einstieg in das Private Banking bei der Deutschen Bank folgte im Jahr 2005 der Wechsel in die Praxis. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betreute er dort seine Kunden in allen Fragen der Vermögensplanung und -anlage und der Nachfolgeplanung. Seit 2015 war Thorsten Göhl im Wealth Management der Deutschen Bank in Nürnberg als Investmentberater und Relationship Manager tätig und dabei für die Akquisition, Beratung und aktive Verwaltung liquider Vermögenswerte von Privatkunden und institutionellen Investoren verantwortlich. Seit Januar 2025 verstärkt Thorsten Göhl das Team der KSW Vermögensverwaltung AG als Portfoliomanager. Eine vertrauensvolle, persönliche Verbindung zu seinen Kunden steht im Mittelpunkt seiner langfristig orientierten Beratungstätigkeit.
Die seltsame Logik der aktuellen Kapitalmärkte
Veränderte Spielregeln am Immobilienmarkt
Neue Spielregeln am Immobilienmarkt
Wie steigende Zinsen die Spielregeln am deutschen Immobilienmarkt dauerhaft verändert haben – und warum das langfristig eine gesunde Entwicklung ist.
Über viele Jahre folgte der Immobilienmarkt einer scheinbar einfachen Logik: niedrige Zinsen, günstige Finanzierungen, steigende Preise. Viele Marktteilnehmer haben sich an diese Phase gewöhnt – vielleicht zu sehr. Denn die Nullzinswelt war nie der Normalzustand. Von 2016 bis Mitte 2022 lag der EZB-Leitzins bei null Prozent. Die Immobilienpreise stiegen in Deutschland zwischen 2010 und 2022 um mehr als 60 Prozent – mehr als doppelt so stark wie die allgemeine Inflation im selben Zeitraum. Diese Daten liefert der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamts.
Auf den Inflationsschock ab 2022 – ausgelöst durch Lieferkettenprobleme, Energiekrise und den Krieg in der Ukraine – reagierte die EZB mit zehn aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen auf bis zu 4,5 Prozent. Die Phase extrem lockerer Geldpolitik endete abrupt. Kapital wurde wieder zum Kostenfaktor.
Was steigende Zinsen konkret bedeuten
Immobilienpreise entstehen nicht isoliert – sie stehen in direkter Wechselwirkung mit dem Zinsniveau. Solange Kapital nahezu kostenlos verfügbar ist, steigen automatisch die Bewertungen vieler Sachwerte. Nicht weil die Immobilie besser geworden wäre, sondern weil Fremdkapital billig und Anlagealternativen unattraktiv waren. Dreht sich dieses Verhältnis um, verändert sich die gesamte Marktmechanik.
Laut dem Online-Baufinanzierungsvermittler Interhyp lagen die Bauzinsen 2021 noch unter einem Prozent. Aktuell werden Baudarlehen zu Sätzen zwischen 3,8 und 4,3 Prozent pro Jahr angeboten. Diese Entwicklung hatte Folgen. So verbilligten sich die Kaufpreise für Wohnimmobilien bundesweit – allein im Jahr um durchschnittlich 8,4 Prozent – der stärkste Rückgang seit Beginn der Messreihe im Jahr 2000.
Eine einfache Beispielrechnung macht die Kaufzurückhaltung plausibel: Für eine Finanzierung von 400.000 Euro bedeutet der Zinsanstieg von 1,0 auf 4,0 Prozent eine monatliche Mehrbelastung von rund 1.000 Euro.
Deshalb prüfen Banken strenger, Käufer kalkulieren vorsichtiger. Projekte, die vor wenigen Jahren noch wirtschaftlich erschienen, rechnen sich heute oft nicht mehr. Hinzu kommen gestiegene Baukosten und verschärfte energetische Anforderungen, die den Neubausektor besonders belasten.
Der Markt wird selektiver
Trotzdem greift es zu kurz, daraus automatisch einen dauerhaften Abschwung abzuleiten. Was wir erleben, ist vor allem eine Normalisierung nach einer historisch außergewöhnlichen Phase. Niedrige Finanzierungskosten haben über Jahre viele Schwächen kaschiert und steigende Bewertungen vieles überdeckt. Diese Zeit ist vorbei.
Heute wird wieder genauer gerechnet. Lagequalität, Cashflow und energetischer Zustand rücken zurück in den Mittelpunkt der Kaufentscheidung. Viele Verkäufer orientieren sich noch immer an den Preisniveaus vergangener Jahre, während Käufer die neue Finanzierungsrealität bereits einpreisen. Aus dieser Lücke entstehen Chancen für Anleger, die mit sauberer Kalkulation und ausreichend Eigenkapital in den Markt gehen.
Fazit: Der Immobilienmarkt funktioniert wieder stärker nach wirtschaftlichen Grundprinzipien. Kapital hat wieder einen Preis und Projekte müssen sauberer kalkuliert werden als noch vor wenigen Jahren.
Das macht den Markt kurzfristig anspruchsvoller. Langfristig ist genau das jedoch eine gesunde Entwicklung.
Über den Autor

Stefan Held ist seit 20 Jahren im Bankgeschäft und seit 15 Jahren in der Betreuung wohlhabender Privatkunden tätig. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank AG und mehrerer berufsbegleitender Studiengänge zum diplomierten Bankbetriebswirt an der Frankfurt School of Finance & Management übernahm Herr Held 2007 die Position des Beraters Private Banking bei der Commerzbank AG in Nürnberg. 2013 wurde Herr Held Filialdirektor und wechselte 2016 als Relationshipmanager ins Wealth Management. Dort verantwortete er den Standort Erlangen und zuletzt in stellvertretender Leitung das Wealth Management der Niederlassung Nürnberg. Die ganzheitliche und individuelle Betreuung, die ihn durch sein ganzes Berufsleben stets begleitet hat, führt Herr Held seit Juli 2022 als Portfoliomanager bei der KSW Vermögensverwaltung AG fort.
Softwarehäuser als Auslaufmodell?
KI greift das Geschäftsmodell der Softwarehäuser an
Zwei Jahrzehnte lang galt Software als perfekte Anlageklasse: geringe Kapitalbindung, hohe Skalierbarkeit, starke Margen, planbare Lizenz-Erlöse. Ein Traum für Investoren.
Der Februar 2026 könnte als Wendepunkt in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Zwei Jahrzehnte lang galt Software als perfekte Anlageklasse: geringe Kapitalbindung, hohe Skalierbarkeit, starke Margen, planbare Lizenz-Erlöse. Ein Traum für Investoren. Doch der Nimbus bröckelt. Im Februar kam es zu einem massiven Ausverkauf im Software-Sektor.
Unternehmen bauen sich ihre Lösungen zunehmend selbst – per Sprachbefehl. „Vibe Coding“ heißt das Zauberwort. Software entsteht nicht mehr Zeile für Zeile, sondern aus einer klar formulierten Zielvorgabe. Wer seinen CRM-Prozess beschreiben kann, lässt ihn generieren. Das standardisierte Produkt verliert an Relevanz. Die Eintrittsbarrieren zur Eigenentwicklung sinken drastisch. Die Wissensasymmetrie, auf der viele Geschäftsmodelle beruhen, schmilzt dahin.
Der besondere Wert vieler Software-Häuser lag darin, komplexe Abläufe in elegante Oberflächen zu verpacken. Finanzdatenbanken, Workflow-Tools, Marketing-Dashboards – sie strukturierten Daten und machten sie nutzbar. Doch autonome KI-Agenten recherchieren, analysieren und programmieren selbst. Wenn ein Team erkennt, dass sein 18.000-Euro-Dashboard vor allem Zahlen farbig visualisiert, während ein eigener KI-Agent weitergeht, indem er Datenquellen verknüpft, Hypothesen testet und Budgets optimiert, gerät das Preisschild unter Druck. Die Oberfläche allein trägt kein Geschäftsmodell mehr.
Das Ende der Lizenz-Logik
Besonders heikel ist das „Seat-Based Pricing“. Jahrzehntelang wuchs der Umsatz mit jedem neuen Mitarbeiter des Kunden. Mehr Köpfe, mehr Lizenzen. Wenn aber nun KI-Agenten die Produktivität vervielfachen, wächst der Personalbestand nicht mehr mit. Im Extremfall schrumpft er. Weniger Seats, weniger Umsatzdynamik.
Die Börse reagierte prompt. Kapital floss aus dem scheinbar unendlichen Angebot an Software-Code in das begrenzte Angebot von Chips, Energie und Infrastruktur. Bewertungen klassischer Softwarehäuser gerieten relativ zu Halbleitern massiv unter Druck.
Probabilistisch versus deterministisch
Doch Märkte übertreiben. Kritische Systeme ersetzt niemand über Nacht durch selbst gebaute Agenten. Compliance, Haftung und Sicherheit setzen Grenzen. Ein Flugzeughersteller akzeptiert kein System, das „meistens“ richtig liegt.
Hier verläuft die neue Trennlinie: zwischen probabilistischen und deterministischen Systemen. KI-Modelle arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten. Gleicher Input kann unterschiedliche, plausible Outputs liefern. Für Marketing, Vertrieb oder Projektmanagement ist das oft ausreichend. Geschwindigkeit schlägt hier Perfektion.
In der Buchhaltung oder im Kernbankensystem sieht das anders aus. Dort zählt Reproduzierbarkeit. Gleicher Input muss zwingend denselben Output erzeugen – Ohne Interpretationsspielraum. Diese deterministischen Systeme werden nicht entwertet. Im Gegenteil: Ihr Wert steigt, je mehr Unsicherheit rundherum entsteht.
Was heißt das für Anleger?
„Software“ ist keine homogene Anlageklasse mehr. Wer pauschal kauft, kauft auch das Risiko struktureller Obsoleszenz. Geschäftsmodelle, die primär auf Oberfläche, Bequemlichkeit und Lizenzzählung beruhen, stehen unter Druck. Anbieter mit tief integrierten, regulatorisch verankerten, deterministischen Systemen besitzen dagegen Preissetzungsmacht und hohe Wechselkosten.
Vielleicht markiert der Februar 2026 nicht das Ende der Software-Ära. Aber er zwingt zur Differenzierung.
Über den Autor

Tobias Wagner absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Privatbank Max Flessa KG. Im Anschluss studierte er Wirtschaftswissenschaften (B.A.) und Finance, Auditing, Controlling and Taxation (M.Sc.). Sein dabei erworbenes Wissen vertiefte er unter anderem in der Steuerberatung, in der Wirtschaftsprüfung und im Portfoliomanagement. Während seines Studiums schloss er außerdem eine Ausbildung zum IHK geprüften Immobilienverwalter ab. Bevor Tobias Wagner 2021 zur KSW kam, war er im Wertpapiergeschäft der UmweltBank AG tätig. In seiner Funktion als Portfoliomanager ist er nun mit der individuellen Betreuung von Vermögensverwaltungmandaten betraut.
Infrastrukturfonds bringen Stabilität ins Depot
Straßen, Schienen, Energieversorgung, Telekommunikation und Wasserwirtschaft sind Grundpfeiler unseres Alltags
Wachsende Städte und alternde Gesellschaften brauchen mehr Mobilität, Gesundheits- und Versorgungsinfrastruktur
Nicht nur Bahnfahrer wissen eine gute Infrastruktur zu schätzen. Straßen, Schienen, Energieversorgung, Telekommunikation und Wasserwirtschaft sind Grundpfeiler unseres Alltags. McKinsey &Company schätzt in einem 2025 veröffentlichten Report, dass bis 2040 rund 106 Bio. Dollar in globale Infrastruktur investiert werden müssen, um Nachfrage und Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen. Für Anleger können vor allem offene Infrastrukturfonds eine attraktive Möglichkeit sein daran teilzuhaben.
Infrastruktur-Unternehmen stehen im Zentrum mehrerer langfristiger Trends, die enorme Investitionen auslösen. Wachsende Städte und alternde Gesellschaften brauchen mehr Mobilität, Gesundheits- und Versorgungsinfrastruktur. Laut der Vereinten Nationen wird der Anteil der Weltbevölkerung in Städten bis 2050 auf rund 68% steigen – das bedeutet mehr Bedarf an Verkehr, Energie und digitalen Netzwerken.
Megatrends: Klimawandel und KI
Die Umstellung auf erneuerbare Energien erfordert massive Investitionen in Netzkapazitäten, Speicher, Wind- und Solaranlagen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass die weltweiten Investitionen in saubere Energie bis 2030 auf über
4 Bio. Dollar im Jahr steigen müssen, um die Klimaziele zu erreichen. Schnelle Datenverbindungen, große Rechenzentren und digitale Infrastrukturen sind die Basis für Künstliche Intelligenz, automatisierte Produktion und vernetzte Dienste. Die Nachfrage nach Glasfasern und 5G-Netzen wächst rasant.
Staatliche Regulierung macht Cashflows planbar
Offene Infrastrukturfonds investieren in Unternehmen und Projekte, die reale wirtschaftliche Infrastruktur betreiben oder ausbauen. Dazu zählen Energieversorger und Netzbetreiber, Telekom-Konzerne und Betreiber von Rechenzentren, Wasser- und Abfallwirtschaft, PV- und Windkraftprojektierer.
Viele dieser Unternehmen erwirtschaften langfristig planbare Cashflows, etwa durch staatlich regulierte Entgelte oder langfristige Konzessionsverträge. Einige Erträge sind an Preisindizes gekoppelt oder wachsen mit der Inflation – ein Vorteil in Zeiten steigender Preise. Staatliche Förderprogramme für Energie, Verkehr oder Breitband schaffen Nachfrage und Planungssicherheit über Jahre. Infrastrukturfonds können ein Portfolio stabilisieren, weil sie oft andere Risikoprofile als reine Aktien- oder Rentenfonds aufweisen.
Risiken und Herausforderungen
Insbesondere für Privatanleger sind Fondsgebühren ein zentraler Faktor. Hohe Verwaltungs- oder Ausgabeaufschläge können die Rendite deutlich drücken. Infrastrukturprojekte sind kapitalintensiv. Steigende Zinsen verteuern Fremdkapital und können Unternehmensbewertungen belasten. Zudem können sich Förderbedingungen, Subventionen oder gesetzliche Rahmenwerke ändern – besonders im Bereich erneuerbare Energien. Zu beachten ist auch, wie sich Fonds zusammensetzen. Manche setzen auf defensive Versorger, andere auf wachstumsstarke, aber volatilere digitale oder erneuerbare Segmente.
Fazit
Offene Infrastrukturfonds können für Privatanleger sinnvoll sein – besonders wenn sie langfristig investieren wollen, nach Diversifikation suchen und ein moderates Rendite-Risiko-Profil anstreben.
Sie ersetzen aber nicht klassische Anlageklassen. Risiken, Gebühren und regulatorische Faktoren müssen vor einer Entscheidung sorgfältig bewertet werden. Infrastruktur sollte immer nur ein Baustein im Portfolio sein.
Über den Autor

Thorsten Göhl studierte als gebürtiger Nürnberger nach dem Abitur Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Bank- & Börsenwesen sowie Kapitalmarkttheorie. Mit dem direkten Einstieg in das Private Banking bei der Deutschen Bank folgte im Jahr 2005 der Wechsel in die Praxis. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betreute er dort seine Kunden in allen Fragen der Vermögensplanung und -anlage und der Nachfolgeplanung. Seit 2015 war Thorsten Göhl im Wealth Management der Deutschen Bank in Nürnberg als Investmentberater und Relationship Manager tätig und dabei für die Akquisition, Beratung und aktive Verwaltung liquider Vermögenswerte von Privatkunden und institutionellen Investoren verantwortlich. Seit Januar 2025 verstärkt Thorsten Göhl das Team der KSW Vermögensverwaltung AG als Portfoliomanager. Eine vertrauensvolle, persönliche Verbindung zu seinen Kunden steht im Mittelpunkt seiner langfristig orientierten Beratungstätigkeit.
ntv-Telebörse: Unsere Kollegin Stefanie Dyballa im Interview zum Thema "Investieren in China"
ntv: Unsere Kollegin Stefanie Dyballa im Interview in der Telebörse zum Thema „Investieren in China“
China verfügt über enorme Innovationskraft und bietet auch im Jahr 2026, vor allem in den Branchen Technologie, Konsum und E-Mobilität, Chancen.
Allerdings sollten die Risiken wie staatliche Eingriffe oder mögliche geopolitische Spannungen im Blick behalten werden.
Aufgrund der Zugangsbeschränkungen zum Aktienmarkt Festlandchinas ist eine Direktinvestition in Chinesische Aktien nur bedingt möglich.
Es gilt daher vor Investition zu prüfen, welche Zugangsmöglichkeiten es gibt. Mehr dazu im folgenden Beitrag:
WELT-EDITION: Geheimtipps aus Steuerparadiesen - diese 19 Aktien liefern Dividenden ohne Abzug
WELT-EDITION: Geheimtipps aus Steuerparadiesen – diese 19 Aktien liefern Dividenden ohne Abzug
Unsere Kollegin Stefanie Dyballa zitiert bei „WELT-EDITION“ im Beitrag mit Finanzredakteur Daniel Eckert
Für Dividendenanleger ist die ausländische Quellensteuer oft ein erheblicher Renditekiller. In vielen Ländern wird bei der Ausschüttung ein hoher Steueranteil einbehalten, der sich nicht vollständig mit der deutschen Abgeltungsteuer verrechnen lässt. Dadurch bleibt Anlegern teils nur gut die Hälfte der ursprünglichen Dividende. Besonders hoch ist diese Belastung unter anderem in Finnland, der Schweiz oder Frankreich.
Es gibt jedoch Staaten, die gar keine oder nur eine sehr geringe Quellensteuer erheben und damit besonders attraktiv für einkommensorientierte Investoren sind. Solche Länder gelten als eine Art Dividenden-Steuerparadies, da sie ein passives Einkommen ermöglichen, ohne zusätzliche steuerliche Abzüge jenseits der deutschen Besteuerung. Laut Stefanie Dyballa zählen dazu mehrere wichtige Finanzplätze: „Zu diesen Ländern, in denen für Privatanleger in Deutschland keine Quellensteuer anfällt, zählen Irland, Liechtenstein, Hongkong und Singapur“. Weitere anlegerfreundliche Staaten sind unter anderem Großbritannien, Kanada, Japan, Brasilien oder die Bermudas.
Eine zentrale Rolle spielt dabei der britische Aktienmarkt, der trotz Brexit weiterhin viele stabile Dividendenzahler bietet. Besonders Energie-, Rohstoff- und Finanzkonzerne stechen hervor. Dyballa betont: „Großbritannien hat viele attraktive Dividendenzahler, vor allem im Energie- und Finanzsektor zu bieten“. Neben bekannten Großkonzernen finden sich dort auch weniger prominente Unternehmen mit teils überdurchschnittlichen Renditen.
Der Artikel warnt jedoch vor sogenannten Value-Fallen: Hohe Dividenden allein sind kein Qualitätsmerkmal, wenn das Geschäftsmodell unter Druck steht. Entscheidend sind stabile Cashflows und eine solide Marktposition. Beispiele für langfristig orientierte Dividendenwerte finden sich bei Versicherungen, Vermögensverwaltern, Infrastruktur- und Rohstoffkonzernen, aber auch bei Banken in Asien.
Gerade Singapur und Hongkong gelten als besonders stabile Finanzzentren. Dort sind es nicht nur große Banken, sondern auch Infrastruktur-, Telekommunikations- und Immobilienwerte, die konstante Ausschüttungen liefern. Dyballa verweist auf zusätzliche Chancen: „In Hongkong notierte Finanz- und Telekommunikationsaktien bieten oft stabile und attraktive Ausschüttungen.“ Für Singapur ergänzt sie: „Dort bieten auch hierzulande weniger bekannte Immobilienaktien oder REITs stabile Cashflows und hohe Dividendenrenditen“.
Trotz aller Vorteile bleibt festzuhalten: Ganz steuerfrei sind Dividenden nicht, da die deutsche Kapitalertragsteuer automatisch anfällt. Dennoch können Aktien aus quellensteuerfreien Ländern die Nettorendite deutlich verbessern.
Dental & Wirtschaft: Erbschaftsteuer - Freibeträge jetzt nutzen
Dental & Wirtschaft: Freibeträge bei der Erbschaftsteuer nutzen
Wolfgang Köbler zitiert bei Dental & Wirtschaft
hier finden niedergelassene Zahnärzt:innen Informationen und Ratgeber zu Abrechnung, Praxisführung, Finanzierung, Recht und Vorsorge.
Erbschaftsteuer: Freibeträge jetzt nutzen und Vermögen rechtzeitig sichern
Die Diskussion um eine Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer nimmt weiter Fahrt auf. Für vermögende Privatpersonen und Unternehmer bedeutet das: Jetzt handeln, solange die aktuell geltenden Freibeträge und Gestaltungsmöglichkeiten noch bestehen. Noch sind es nur Gedankenspiele, aber immer lauter wird über Änderungen bei der Besteuerung von Erbschaften nachgedacht.
Nach aktueller Rechtslage können Eltern ihren Kindern bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken – und das alle zehn Jahre erneut. Diese Freibeträge bieten erhebliches Potenzial für eine steueroptimierte Vermögensübertragung, könnten, so Wolfgang Köbler jedoch künftig eingeschränkt werden.
Durch eine frühzeitige Planung lassen sich steuerliche Vorteile gezielt nutzen, unter anderem durch:
- Ausnutzung der Schenkungsfreibeträge
- Übertragungen mit Nießbrauchvorbehalt, z. B. bei Immobilien
- Strukturierte Lösungen wie Familiengesellschaften oder Stiftungen
Neben steuerlichen Aspekten trägt eine klare Nachfolgeregelung auch dazu bei, familiäre Konflikte zu vermeiden und langfristige Sicherheit zu schaffen.
Fazit unseres Kollegen und Portfoliomanagers, Wolfgang Köbler:
„Die aktuellen Erbschaftsteuerregeln bieten noch attraktive Spielräume. Angesichts möglicher Gesetzesänderungen empfiehlt sich eine frühzeitige, professionelle Beratung, um Vermögen langfristig zu sichern und steuerlich sinnvoll zu übertragen…“
Wir unterstützen Sie ganzheitlich und individuell bei der Planung Ihrer Vermögensnachfolge.






