Dental & Wirtschaft: Erbschaftsteuer - Freibeträge jetzt nutzen
Dental & Wirtschaft: Freibeträge bei der Erbschaftsteuer nutzen
Wolfgang Köbler zitiert bei Dental & Wirtschaft
hier finden niedergelassene Zahnärzt:innen Informationen und Ratgeber zu Abrechnung, Praxisführung, Finanzierung, Recht und Vorsorge.
Erbschaftsteuer: Freibeträge jetzt nutzen und Vermögen rechtzeitig sichern
Die Diskussion um eine Reform der Erbschaft- und Schenkungsteuer nimmt weiter Fahrt auf. Für vermögende Privatpersonen und Unternehmer bedeutet das: Jetzt handeln, solange die aktuell geltenden Freibeträge und Gestaltungsmöglichkeiten noch bestehen. Noch sind es nur Gedankenspiele, aber immer lauter wird über Änderungen bei der Besteuerung von Erbschaften nachgedacht.
Nach aktueller Rechtslage können Eltern ihren Kindern bis zu 400.000 Euro steuerfrei schenken – und das alle zehn Jahre erneut. Diese Freibeträge bieten erhebliches Potenzial für eine steueroptimierte Vermögensübertragung, könnten, so Wolfgang Köbler jedoch künftig eingeschränkt werden.
Durch eine frühzeitige Planung lassen sich steuerliche Vorteile gezielt nutzen, unter anderem durch:
- Ausnutzung der Schenkungsfreibeträge
- Übertragungen mit Nießbrauchvorbehalt, z. B. bei Immobilien
- Strukturierte Lösungen wie Familiengesellschaften oder Stiftungen
Neben steuerlichen Aspekten trägt eine klare Nachfolgeregelung auch dazu bei, familiäre Konflikte zu vermeiden und langfristige Sicherheit zu schaffen.
Fazit unseres Kollegen und Portfoliomanagers, Wolfgang Köbler:
„Die aktuellen Erbschaftsteuerregeln bieten noch attraktive Spielräume. Angesichts möglicher Gesetzesänderungen empfiehlt sich eine frühzeitige, professionelle Beratung, um Vermögen langfristig zu sichern und steuerlich sinnvoll zu übertragen…“
Wir unterstützen Sie ganzheitlich und individuell bei der Planung Ihrer Vermögensnachfolge.
Bitcoin - zwischen digitalem Geld und nervenaufreibender Spekulation
Bitcoin: Befreiungsschlag vom staatlichen Geldmonopol oder hochriskante Wette?
Bitcoin polarisiert wie kaum ein anderes Anlageinstrument. Für die einen stellt die Kryptowährung den Befreiungsschlag vom staatlichen Geldmonopol dar, für die anderen bleibt er ein hochriskanter Zock. Zeit für eine nüchterne Einordnung aus Sicht der Vermögensverwaltung.
Als am 3. Januar 2009 der sogenannte Genesis-Block geschürft wurde, ahnte kaum jemand, welche Sprengkraft diese Idee entfalten würde. Der Zeitpunkt passte perfekt. Die Finanzkrise 2007/08 hatte das Vertrauen in Banken und Notenbanken erschüttert. Bitcoin trat an, um genau dieses Vertrauen durch Codes zu ersetzen. Keine zentrale Instanz, keine politische Einflussnahme, dazu eine feste Obergrenze von 21 Millionen Einheiten. Das klang nach solidem Geld und nach Schutz vor Inflation. Außerdem sollte die neue Kryptowährung weltweit verfügbar sein und somit auch den Menschen Zugang zu einer stabilen Währung ermöglichen, die bis dato nicht das Glück hatten, in Regionen einer „Hartwährung“ zu leben.
Versprechen gehalten?
Doch ein gutes Narrativ allein macht noch kein funktionierendes Geldsystem. Die Frage bleibt: Hat Bitcoin geliefert?
Unbestreitbar hat sich Bitcoin etabliert. Was Regierungen und Notenbanken anfangs belächelten, rückte spätestens ab 2013 in den Fokus der Regulierung. Der Bitcoin begünstige u.a. Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Steuerhinterziehung und führe zum Verlust der staatlichen Geldhoheit, lautete die Kritik. Doch es blieb meist bei Warnungen, echte Verbote blieben die Ausnahme. Selbst dort, wo Staaten wie China rigoros mit Handels- bzw. Miningverboten vorgingen, ließ sich der Bitcoin nicht wirklich verbannen. Die dezentrale Struktur macht ein vollständiges Verbot faktisch unmöglich.
Der nächste Meilenstein folgte mit der Integration der Kryptowährung in die klassische Finanzwelt. Futures, erste Unternehmensakzeptanz und schließlich börsengehandelte Fonds in den USA verliehen Bitcoin institutionelle Legitimität. Anfang 2026 erreichte die Marktkapitalisierung rund 1,85 Billionen US-Dollar – mehr als alle Aktien des Tesla-Konzerns zurzeit auf die Waage bringen.
Asset: ja – Währung: nein
Trotzdem taugt Bitcoin kaum als Währungsalternative. Die Volatilität bleibt sein größtes Handicap. Mit Schwankungen von rund 50 Prozent pro Jahr stellt der Coin selbst die hoch volatile Technologiebörse Nasdaq in den Schatten; von klassischen Währungen ganz zu schweigen. Niemand möchte sein Gehalt in einem Gut beziehen, das binnen Wochen massiv an Wert verlieren kann. Im Alltag fehlt es weiterhin an Akzeptanz. Für Zahlungen dürften künftig eher Stablecoins eine Rolle spielen.
Für Anleger ergibt sich daraus eine klare Konsequenz: Bitcoin ist keine Währung, sondern eine eigenständige Anlageklasse. Im Portfolio zeigt er interessante Eigenschaften. Langfristig korreliert er leicht positiv mit Aktien, in Stressphasen jedoch deutlich stärker. Zu Staatsanleihen und Gold verhält er sich meist unkorreliert. Genau darin liegt sein Reiz.
Bitcoin bleibt spekulativ, volatil und emotional. Wer ihn einsetzt, braucht Disziplin, Risikobewusstsein und eine klare Positionsgröße. Als Beimischung kann er Diversifikation bringen. Als alleiniger Heils- und Renditebringer taugt er nicht.
Über den Autor

Seit mehr als 30 Jahren fühlt sich Udo Rieder dem Wertpapiergeschäft verbunden. Der Ausbildung bei der Deutschen Bank AG in Nürnberg folgten Einsätze als Investmentmanager in Lübeck und Genf, wo er das internationale Geschäft sehr wohlhabender Klienten betreute. Seine Rückkehr nach Deutschland führte ihn über die Leitung der Vermögensverwaltung für Nordbayern hin zur Verantwortung für die Investmentmanager im neu gegründeten Geschäftsbereich Private Wealth Management. Im Jahr 2008 ist er zur UBS Deutschland AG gewechselt, um die neu zu eröffnende Niederlassung Nürnberg mit aufzubauen. Seine berufliche Tätigkeit wurde flankiert von berufsbegleitenden Studien an der Bankakademie und der European Business School. Zudem ist er zertifizierter Eurex-Anlageberater. Im Januar 2015 trat Herr Rieder als Gesellschafter der KSW bei, um seine Kunden als Portfoliomanager weiterhin individuell zu betreuen.
Die stillen Gewinner des KI-Booms
Spannende Chancen bei Unternehmen, die den KI-Boom im Hintergrund ermöglichen?
Die stillen Gewinner des KI-Booms
Künstliche Intelligenz treibt die Märkte an. Doch spannende Chancen entstehen gerade jetzt dort, wo nur wenige hinschauen: bei Unternehmen, die den KI-Boom im Hintergrund ermöglichen.
Die Verbreitung von KI wächst schneller als jeder frühere Megatrend. Das Internet benötigte 13 Jahre, um 800 Millionen Nutzer zu erreichen. ChatGPT schaffte das in drei Jahren. Laut einer Umfrage von Goldman Sachs nutzt bereits mehr als ein Drittel der Unternehmen KI; innerhalb von drei Jahren soll der Anteil auf 76 Prozent steigen.
Diese Dynamik erzeugt einen enormen Bedarf an Rechenleistung, Datenzentren und stabilen Netzen. Nicht Chips sind knapp, sondern Strom und Kühlung. Die US-Energiebehörde erwartet, dass der Stromverbrauch in den USA – getrieben durch KI – bis 2030 doppelt so schnell wächst wie im vergangenen Jahrzehnt. Nvidia-CEO Jensen Huang beziffert den künftigen Kapitalbedarf so: Jedes zusätzliche Gigawatt an benötigter Leistung löst Investitionen von rund 55 Mrd. Dollar aus. Die großen Tech-Konzerne planen allein in diesem Jahr Investitionen von etwa 350 Mrd. Dollar in Rechenleistung, 2026 sollen es rund 500 Mrd. Dollar sein.
Wo Zweitrundenprofiteure punkten
Genau hier entstehen Chancen für Unternehmen, die Bausteine für KI liefern: Halbleiter, Stromversorgung, Kühlung, Netze, Speicher, Datenzentren, Materialtechnologien oder spezialisierte Software. Ohne Investitionen in Energie, Infrastruktur und technische Ausrüstung bleibt der KI-Fortschritt begrenzt.
Während die bekannten Tech-Konzerne hohe Gewinne erzielen, sind ihre Aktien-Bewertungen bereits anspruchsvoll. Damit sind sie besonders anfällig für Rückschläge. Zudem wird die Verzahnung zwischen Modellentwicklern, Cloud-Anbietern und Softwarehäusern immer enger. Probleme an einer Stelle können sich rasch auf andere Bereiche übertragen. Dadurch rückt die zweite Reihe der Profiteure in den Fokus.
Zulieferer und Infrastrukturpartner profitieren von stabileren Geschäftsmodellen. Sie müssen keine eigene bahnbrechende KI entwickeln, sondern liefern das, was jede KI-Anwendung zwingend braucht. Viele dieser Firmen wachsen kontinuierlich, ohne die extremen Kurssprünge der großen Tech-Aktien.
Für Anleger bieten sich thematische Fonds und ETFs an. Dazu zählen Infrastruktur-, Clean-/Smart-Energy-, Versorger- sowie Robotics-/Automatisierungs-ETFs. Sie sind breit diversifiziert und kostengünstig, auch wenn sie nicht ausschließlich Zweitrundenprofiteure abbilden. Aktiv gemanagte Fonds können gezielter auswählen, sind aber teurer. Bei Einzelaktien bleibt sorgfältige Selektion wichtig – nicht jedes Unternehmen profitiert gleichermaßen.
Fazit: KI bleibt 2026 der stärkste Wachstumstreiber an den Märkten. Besonders attraktiv sind jene Unternehmen, die Energie, Ausrüstung, Infrastruktur oder spezialisierte Software bereitstellen. Wer sein Portfolio breit streut und diese zweite Reihe berücksichtigt, erhöht seine Chancen auf langfristige Rendite und reduziert Risiken.
Über die Autorin

Als gelernte Bankkauffrau und Betriebswirtin IHK verfügt Stefanie Dyballa über eine mehr als 20-jährige Expertise in der Beratung wohlhabender Privatpersonen und Unternehmen. Nach einer Ausbildung bei der Commerzbank AG in Nürnberg übernahm Stefanie Dyballa 2003 die Position der Private Banking Beraterin. Ab 2011 begleitete sie für sieben Jahre große Firmenkunden und Institutionelle in den Themen Währungs-, Rohstoff- und Assetmanagement.
Die Leidenschaft für Wertpapiere führte sie 2018 zurück in das Privatkundengeschäft. Im Wealth Management Nürnberg der Commerzbank AG übernahm sie als Senior Anlagemanagerin die Beratung anspruchsvoller, vermögender Privatpersonen. Ihre ausgesprochen hohe Kundenorientierung und individuelle Betreuung führt Stefanie Dyballa seit Januar 2023 als Portfoliomanagerin bei der KSW fort.
Elite Report: „summa cum laude 2026“
KSW Vermögensverwaltung erneut mit „summa cum laude“ ausgezeichnet

Wir freuen uns sehr, dass die KSW Vermögensverwaltung AG auch in diesem Jahr – und bereits zum sechsten Mal in Folge – im Rahmen des Handelsblatt-Partnerprojekts Elite Report mit dem Prädikat „summa cum laude“ ausgezeichnet wurde. Mit dieser Ehrung zählen wir zu den 45 besten Vermögensverwaltern im deutschsprachigen Raum – bei knapp 400 getesteten Instituten.
Diese Auszeichnung bestätigt unser tägliches Engagement und unterstreicht unsere Werte, welche die Basis unserer Arbeit bilden:
- Persönliche Betreuung und ein individueller Finanzplan, abgestimmt auf die Lebenssituation jedes einzelnen Kunden
- Ein ganzheitlicher Beratungsansatz, der weit über die reine Depotverwaltung hinausgeht
- Langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften, die wir mit unseren Mandanten pflegen
Während der feierlichen Übergabe in der Residenz zu Salzburg würdigte Hans-Kaspar von Schönfels, Chefredakteur und Herausgeber des Elite Reports, die Leistung unseres Hauses:
„Der Elite Report bietet Orientierung für Anleger, die einen Vermögensverwalter mit erstklassigen Ergebnissen und Service suchen…“
Die Urkunde wurde an unsere Vorstände Wolfgang Köbler und Marco Birkmann überreicht – ein besonderer Moment für das gesamtes Team.
Wir sind stolz darauf, dieses Höchstmaß an Qualität in der Vermögensverwaltung bieten zu können.
Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Team für seinen Einsatz – und unseren Mandanten für Vertrauen und Loyalität.

Offene Immobilienfonds als Fels in der Brandung?
Offene Immobilienfonds als Fels in der Brandung?
Zwei Jahrzehnte lang galten Offene Immobilienfonds als Fels in der Brandung der Kapitalmärkte. Jahr für Jahr wuchsen die verwalteten Mittel der Publikumsfonds. Bis 2023. Seitdem zogen Anleger fast 10 Mrd. Euro ab, berichtet der Branchenverband BVI. Steigende Zinsen und Bewertungsabschläge führten zeitweise zu negativen Renditen. In den Medien war die Rede von Krisen und Ausstiegsempfehlungen. Dabei hat sich die Lage inzwischen beruhigt.
Viele Anleger haben ab 2023 Gelder aus Immobilienfonds in Tages- und Festgeld umgeschichtet. Zeitweise waren auf diesen Konten über vier Prozent Rendite möglich. Aktuell bewegen sich die Zinsen wieder zwischen zwei und drei Prozent. Dieses gesunkene Niveau nimmt den Druck von den Immobilienbewertungen. Die Substanz der großen Fonds bleibt weiterhin stabil.
Wie offene Fonds wirklich funktionieren
Offene Immobilienfonds tragen das Prinzip schon im Namen: Sie sind „offen“ und müssen daher „atmen“ können. Kapitalzuflüsse und -abflüsse sind normal und kein Anzeichen von Schwäche, sondern Teil des Modells. Entscheidend sind die Rückgaberegeln mit Halte- und Kündigungsfristen, die hektische Umschichtungen verhindern. Abflüsse entstehen, wenn Anleger kurzfristig attraktivere Alternativen sehen und klingen wieder ab, sobald sich die relativen Vorteile zeigen.
Warum die Krise längst vorbei ist
Auffällig ist, dass vielerorts Mahner auftreten und Gefahren betonen. Doch die eigentliche Stressphase war 2022/23, als die EZB nach über einem Jahrzehnt Nullzinspolitik den Leitzins auf vier Prozent anhob. Das hatte zur Folge, dass die Immobilienportfolios abgewertet werden mussten. Verluste für Anleger blieben jedoch aus. Seit der ersten Zinssenkung im Sommer 2024 hat sich die Situation deutlich entspannt. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren inzwischen bei rund 2,5 Prozent. Der zentrale Belastungsfaktor ist somit nicht mehr präsent.
Die großen Fonds als Stabilitätsanker
Die Aufregung um einzelne Fonds, wie beispielsweise KanAm Leading Cities oder UniImmo Wohnen ZBI, sollte nicht verallgemeinert werden. Die großen Fonds, wie hausInvest (Commerz Real), UniImmo Deutschland (Union Investment) und Deka-Immobilien Europa, haben seit ihrer Auflage niemals ein negatives Jahr verzeichnet. Sie demonstrieren eindrucksvoll, dass offene Immobilienfonds auch in Zeiten steigender Zinsen Stabilität und Verlässlichkeit bieten.
Jetzt, da von der Zinsseite kaum noch Druck ausgeht, zeigt sich ihre eigentliche Stärke. Der hausInvest verwaltet knapp 16 Mrd. Euro, hält eine Liquiditätsquote von gut zwölf Prozent und erzielt jährliche Mieteinnahmen von etwa 900 Mio. Euro. Milliardenabflüsse sind für einen Fonds dieser Größe verkraftbar. Auch in schwierigen Marktphasen zeigen solche Fonds positive Renditen. Sie kombinieren solide Erträge, konservative Bewertungen und eine Zuverlässigkeit, die viele andere Anlageklassen nicht bieten.
Die richtige Auswahl entscheidet
Es sind nicht nur die Anlageklassen, die zählen, sondern die Auswahl der richtigen Fonds. Anleger, die auf Fonds mit breiter Diversifikation, konservativem Management und klaren Rückgaberegeln setzen, können von der Stabilität dieser Produkte langfristig profitieren. In besonderen Marktphasen, wie 2022, in denen Aktien und Anleihen zweistellige Verluste erlitten, erwiesen sich Immobilienfonds als effektiver Puffer und halfen Kapital zu sichern.
Mit ihren moderaten, aber stetigen Erträgen bremsen sie die Performance in guten Jahren ein wenig, sorgen aber in schwierigen Phasen für genau das, was Anleger oft am meisten vermissen: Ruhe im Depot.
Über den Autor

Stefan Held ist seit 20 Jahren im Bankgeschäft und seit 15 Jahren in der Betreuung wohlhabender Privatkunden tätig. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank AG und mehrerer berufsbegleitender Studiengänge zum diplomierten Bankbetriebswirt an der Frankfurt School of Finance & Management übernahm Herr Held 2007 die Position des Beraters Private Banking bei der Commerzbank AG in Nürnberg. 2013 wurde Herr Held Filialdirektor und wechselte 2016 als Relationshipmanager ins Wealth Management. Dort verantwortete er den Standort Erlangen und zuletzt in stellvertretender Leitung das Wealth Management der Niederlassung Nürnberg. Die ganzheitliche und individuelle Betreuung, die ihn durch sein ganzes Berufsleben stets begleitet hat, führt Herr Held seit Juli 2022 als Portfoliomanager bei der KSW Vermögensverwaltung AG fort.
Inflationsziele geraten unter Druck
Die Zentralbanken der Industriestaaten wollen die Inflation dauerhaft im Zaum halten. Zwei Jahrzehnte lang wurde die Zielmarke von zwei Prozent nicht oder nur gering überschritten.
Doch das Paradigma gerät ins Wanken. Unter politischem Druck wächst die Bereitschaft, Preisstabilität zugunsten von Wachstum und Haushaltsentlastung aufzugeben. Anleger reagieren: Trotz Rekordständen bei Aktien und Gold fließt Kapital in Sachwerte – als Schutz vor einer anhaltend höheren Teuerung.
Schuldenberge engen Spielräume ein
Die Staatsschulden der großen Volkswirtschaften sind auf historische Höchststände gestiegen. Laut IWF liegt die Schuldenquote der G7 im Schnitt bei über 120 % des BIP – Tendenz steigend. Höhere Zinsen verschärfen die Lage: 2024 zahlte Deutschland 37 Mrd. Euro Zinsen, rund 25 Mrd. Euro mehr als 2019 (Quelle: bundeshaushalt.de).
Auch in den USA droht der Kapitaldienst auszuufern. Präsident Trump erhöht den Druck auf die Federal Reserve, die Zinsen deutlich zu senken – ein Angriff auf die geldpolitische Unabhängigkeit. Märkte spekulieren längst über den Zeitpunkt des Einknickens.
Goldrallye als Misstrauenssignal
Sollte die Fed tatsächlich nachgeben, würde das die Inflation befeuern. Die aktuellen Rekorde an den Aktienmärkten stehen daher weniger für ökonomische Stärke als für wachsende Kaufkraftsorgen. Auch die Goldrallye ist Ausdruck dieses Misstrauens: Laut World Gold Council kauften Zentralbanken 2024 rund 1.037 Tonnen Gold – der zweithöchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders aktiv waren China, Indien und Polen.
Gold wirft keine Zinsen ab, wird aber zunehmend als „letzte neutrale Reserve“ gesehen. Nach der Rallye 2025 sind technische Korrekturen möglich, doch der strukturelle Aufwärtstrend bleibt intakt.
Finanzielle Repression auf leisen Sohlen
Die Politik nimmt eine schleichende Entwertung von Ersparnissen in Kauf. Nominalzinsen liegen oft unter der Inflationsrate – eine klassische Form stiller Enteignung. Laut OECD lag die durchschnittliche Realverzinsung 2024 bei minus 1,2 % in den Industrieländern. Gleichzeitig verschlingt der Schuldendienst immer größere Haushaltsanteile.
Für Verteidigung, Infrastruktur und soziale Aufgaben bleibt weniger Spielraum. Die Alternativen – Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen oder neue Schulden – sind unpopulär oder verschieben das Problem nur weiter. Damit wächst die Hypothek für kommende Generationen.
Das teure Durchwursteln
Regierungen und Notenbanken wählen den bequemsten Weg: Sie halten an einer Politik der „kontrollierten Entwertung“ fest, um die Schulden tragfähig zu halten. Doch diese Strategie ist riskant. Sie gefährdet die Glaubwürdigkeit der Geldpolitik – und damit die Stabilität des Finanzsystems. Der Goldpreis sendet die Botschaft unüberhörbar: Vertrauen ist die knappste Währung unserer Zeit.
Für Vermögensverwalter heißt das: Kaufkraftsicherung bleibt das dominierende Thema der kommenden Jahre. Sachwerte, Aktien mit Preissetzungsmacht und Gold gehören in jedes strategisch aufgestellte Portfolio. Ich persönlich favorisiere Titel aus den Branchen Energie und Infrastruktur, bei den Regionen gewichte ich Schwellenländer über. Außerdem habe ich Minenaktien im Visier.
Über den Autor

Manfred Rath ist seit mehr als 35 Jahren im Vermögensanlagegeschäft tätig. Bereits nach der Ausbildung ging er den klassischen Weg zum Wertpapierspezialisten in der damaligen Bayerischen Vereinsbank. Dort übernahm er auch die Leitung eines Teams in der Nordoberpfalz, bevor er nach 27-jähriger Zugehörigkeit zur BHF BANK wechselte. In diesen 6 Jahren bei der Privatbank war der Schwerpunkt erneut die Vermögensanlage und -allokation sowie die stellvertretende Leitung der Niederlassung Nürnberg. Seit Juli 2012 ist er als Portfoliomanager für die KSW tätig.
FAZ: "100.000 EUR: Ist das der Beginn der finanziellen Freiheit?"
FAZ: „100.000 EUR: Ist das der Beginn der finanziellen Freiheit?“
KSW Vermögensverwaltung AG zitiert im dpa Artikel. Erschienen unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und im Handelsblatt, am 05.09.2025.
Unsere Kollegin und Portfoliomanagerin, Stefanie Dyballa, stand der Deutschen Presseagentur Rede und Antwort.
Die ersten 100.000 Euro gelten als zentraler Meilenstein beim Vermögensaufbau – sowohl emotional als auch finanziell. Diese Schwelle zeigt, dass konsequentes Sparen und Investieren Früchte trägt, da man sie meist nur durch eigenes Verhalten erreicht.
Ab dieser Summe entfaltet der Zinseszinseffekt erstmals spürbare Wirkung, ganz ohne weiteres Zutun.
Zudem vermittelt sie ein Sicherheitsgefühl: „Mit dieser finanziellen Pufferzone hat man in der Regel genug, um unvorhergesehene Ausgaben ohne Kredit abzufangen“, erklärt Stefanie Dyballa von der KSW Vermögensverwaltung AG.
Langfristig kann sich Vermögen durch konstantes Investieren und Reinvestition der Erträge exponentiell entwickeln – etwa durch Aktienanlagen mit im langfristigen Durchschnitt sieben Prozent Rendite jährlich.
Parallel weiter zu sparen, kann sogar zur Million führen. Voraussetzung ist jedoch Disziplin, langfristige Anlagestrategie und das Vermeiden häufiger Umschichtungen.
„Wichtig ist Stefanie Dyballa zufolge dafür aber, dass die Erträge reinvestiert und nicht Jahr für Jahr entnommen werden, um auch wirklich vom Zinseszinseffekt zu profitieren. Denn nur so werden die jährlichen Erträge wieder und wieder verzinst.
Gift sind auf dem weiteren Weg auch Umschichtungen und häufige Transaktionen des Vermögens, weil sie Gebühren kosten und Steuerforderungen auslösen können.“
Finanzielle Freiheit bedeutet die Summe allein aber nicht. Die potenziell entnehmbare Jahresrendite von ca. 2.000 bis 5.000 Euro netto reicht nicht zum Leben. Selbst mit Kapitalverzehr wäre das Vermögen bald aufgebraucht. Idealerweise sollte man laut Experten die 100.000-Euro-Marke bis Mitte 30, spätestens mit 40 erreichen. Der Schlüssel: früh anfangen, regelmäßig sparen und breit diversifiziert investieren – z. B. per ETF-Sparplan.
Blick nach Argentinien: Präsident Mileis "Kettensäge" zeigt Wirkung
Präsident Mileis „Kettensäge“ zeigt Wirkung
Als der exzentrische Ökonom Javier Milei im Dezember 2023 Argentiniens Präsidentschaft übernahm, versprach er nichts weniger als eine wirtschaftliche Revolution. Sein Werkzeug: die „Motosierra“, die Kettensäge.
Weg mit dem überbordenden Staat, weg mit dem Peso, her mit der totalen Deregulierung. Ein Land am Abgrund, so seine Diagnose, braucht eine Schocktherapie. Inzwischen regiert Milei seit rund 20 Monaten – Zeit für eine Zwischenbilanz.
Zweifellos hat Milei international für Aufsehen gesorgt: Der Kurs des Peso wurde freigegeben, Subventionen drastisch gekürzt, der öffentliche Dienst eingefroren und der gesamte Staatsapparat wurde dereguliert. Investoren und Teile der Wirtschaftselite begrüßen diesen Kurs. Argentinien zeigt erstmals seit Jahren fiskalische Disziplin. Innerhalb weniger Monate verwandelte sich das Haushaltsdefizit in einen Primärüberschuss – eine Seltenheit in der Geschichte des Landes.
Mittlerweile sind einige weitere Effekte Mileis Reformen gut sichtbar. Die Hyperinflation, die Argentinien jahrzehntelang plagte, ist in den Griff bekommen worden. Die monatlichen Preissteigerungen fielen von 20 Prozent auf mittlerweile unter 2 Prozent: Das ist kein Zufall, sondern das Resultat einer radikalen Politik. Der Staat spart wie nie zuvor. Beamte wurden entlassen, Ministerien aufgelöst, Subventionen gekürzt. Der Staatshaushalt schreibt erstmals seit 15 Jahren schwarze Zahlen. Milei liefert, was er versprochen hat.
Armut trifft vor allem Kinder
Doch während die Ratingagenturen applaudieren, ist der Preis für die Bevölkerung hoch. Die Wirtschaft fiel zu Beginn seiner Präsidentschaft in eine Rezession. Der Binnenkonsum brach ein, weil die Reallöhne sanken. Die Arbeitslosigkeit steigt, während Armut und Hunger in weiten Teilen der Bevölkerung Alltag sind. Mitte 2024 galten über 50 Prozent der Bevölkerung als arm. Zwei von drei Kindern leben unterhalb der Armutsgrenze, oft ohne Zugang zu Schulspeisungen oder medizinischer Versorgung. Der Rückzug des Staates trifft diese Bevölkerungsgruppe besonders hart.
Milei hält an seinem Kurs fest. Das „Tal der Tränen“ sei nötig, um langfristig Wohlstand zu schaffen. Erste Daten stützen seine These: Denn einhergehend mit der Stabilisierung der Inflation scheint es auch bei der Armutsquote wieder aufwärtszugehen. Die Armutsquote sank von 52,9 Prozent im ersten Halbjahr 2024 auf 38,1 Prozent im zweiten Halbjahr. Doch viele Menschen müssen mehrere Jobs annehmen, um Kürzungen im Sozialbereich und bei den Subventionen aufzufangen.
Freiheit mit Fürsorge verbinden
Wachstum ist nun entscheidend. Nach zwei Rezessionsjahren erwarten OECD und IWF für 2025 ein reales BIP-Wachstum von 5,5 Prozent, für 2026 knapp vier Prozent.
Mileis Politik zeigt Wirkung. Er hat Reformbereitschaft und Entschlossenheit demonstriert. Nun muss er beweisen, dass er auch Maß kennt und Marktfreiheit mit sozialer Verantwortung kombinieren kann. Hier lohnt für ihn ein Blick über den Atlantik – zu Ludwig Erhard, dem Vater der sozialen Marktwirtschaft. Ludwig Erhards Konzept der sozialen Marktwirtschaft verbindet wirtschaftliche Freiheit mit einem stabilen Ordnungsrahmen, der zugleich soziale Härten abfedert. Ein aufgeblähter Staat war auch Erhard fremd.
Ob Argentinien diesen Weg gehen kann, ist noch offen. Aber erstmals seit Jahren gibt es wieder eine reale Perspektive auf wirtschaftliche Stabilität – und vielleicht auch auf gesellschaftlichen Ausgleich.
Über den Autor

Tobias Wagner absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Privatbank Max Flessa KG. Im Anschluss studierte er Wirtschaftswissenschaften (B.A.) und Finance, Auditing, Controlling and Taxation (M.Sc.). Sein dabei erworbenes Wissen vertiefte er unter anderem in der Steuerberatung, in der Wirtschaftsprüfung und im Portfoliomanagement. Während seines Studiums schloss er außerdem eine Ausbildung zum IHK geprüften Immobilienverwalter ab. Bevor Tobias Wagner 2021 zur KSW kam, war er im Wertpapiergeschäft der UmweltBank AG tätig. In seiner Funktion als Portfoliomanager ist er nun mit der individuellen Betreuung von Vermögensverwaltungmandaten betraut.
Wie die hohe Staatsverschuldung Wirtschaft und Geldanlage gefährdet
Staatsschulden ohne Ende – das System betrügt sich selbst
Die Weltkonjunktur bleibt anfällig. Bereits kleinere Ereignisse – Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen – reichen aus, um die Märkte zu erschüttern. Die Ursache für diese Sensibilität liegt in der übermäßigen und weiterwachsenden Verschuldung der Staaten rund um den Globus.
Auf mehr 315 Billionen Dollar taxiert das Institute of International Finance (IIF) die weltweite Verschuldung im ersten Quartal 2025. Diese Summe entspricht mehr als dem Dreifachen der globalen Wirtschaftsleistung. Zwischenzeitlich ging die Schuldenquote zurück, was aber daran lag, dass die Wirtschaftsleistung nominal gestiegen ist. Um die Inflation bereinigt nimmt die Schuldenlast weiter zu.
USA entwickeln sich vom Stabilitätsanker zum Unsicherheitsfaktor
Besondere Sorgen macht derzeit die die fiskalische Lage der Vereinigten Staaten. Mit über 35 Billionen US-Dollar – mehr als 125 % des US-BIP – stehen die USA derzeit in der Kreide. Die Zinslast steigt kontinuierlich an und droht, zentrale Haushaltsposten wie Verteidigung oder Sozialausgaben zu überholen.
Ein Warnsignal kam im Frühjahr 2025 vom US-Anleihemarkt. Um langfristige Schuldtitel erfolgreich zu platzieren, musste der Staat höhere Renditen anbieten. Für 10- und 30-jährige Staatsanleihen lagen diese zeitweise über 5 % – trotz geldpolitischer Lockerungstendenzen. Dies zeigt, dass das Vertrauen in die Solidität der US-Staatsfinanzen sinkt. Das hat globale Auswirkungen, da US-Treasuries als Referenz für weltweite Finanzierungskosten dienen.
Zentralbanken stecken im Dilemma
Die wachsende Verschuldung der Staaten ist das Ergebnis eines fiat-basierten Währungssystems, das auf niedrige Zinsen und kontinuierliche Liquiditätsausweitung angewiesen ist. In den vergangenen Jahren haben Zentralbanken immer wieder Schulden monetarisiert, sprich: die Notenpresse angeworfen. Doch die Geldpolitik stößt nun an Grenzen. Werden die Zinsen gesenkt, also die Geldmenge erhöht, treibt das die Inflation hoch. Erhöhen die Notenbanken die Zinsen, gefährdet das die Schuldentragfähigkeit ganzer Volkswirtschaften.
Europas Wachstum fällt gering aus – trotz hoher Ausgaben
In Europa sieht es nicht viel besser aus. Die drei größten Volkswirtschaften der Eurozone – Deutschland, Frankreich und Italien – verzeichnen laut Eurostat für 2025 ein Wirtschaftswachstum unter 0,5 %. Gleichzeitig bleiben Staatsquoten hoch (50 % bis 55 %), die Verschuldung steigt weiter, und marktferne Subventionen ersetzen zunehmend unternehmerische Investitionen. Aktive Wirtschaftspolitik wird zunehmend erschwert.
Fokus auf Substanzwerte
Die wachsenden Staatsschulden sind kein temporäres Phänomen, sondern Ausdruck eines strukturell instabilen Systems. Ohne grundlegende Reform dieses Systems werden die Märkte anfällig bleiben. Das größte Risiko ist nicht ein Crash, sondern ein schleichender Stabilitätsverlust, der über Jahre hinweg reale Kaufkraft entzieht.
Für Anleger bedeutet das: Umdenken und Vermögen besser schützen. Sachwerte, insbesondere Gold, Silber und defensive Qualitätsaktien, gewinnen an Bedeutung. Sie bieten auch in Krisen Stabilität.
Über den Autor

Wolfgang Köbler kann auf eine klassische mehr als 35-jährige Karriere in der Finanzbranche zurückblicken. Nach verschiedenen Führungsaufgaben im Privatkundengeschäft war er zuletzt als Direktor im Wealth Management der Dresdner Bank AG tätig. Berufsbegleitend studierte er in den 80’iger Jahren an der Bankakademie und ist heute noch ehrenamtlich im Prüfungswesen der IHK tätig. Den Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit bildete immer die ganzheitliche Betreuung seiner Kunden. Seit 2005 ist Wolfgang Köbler Partner und Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg. Neben dem Management eines Family Office widmet er sich der individuellen Betreuung von diskretionären Vermögensverwaltungsmandaten. Nebenberuflich fungiert er als Aufsichtsratsmitglied einer börsennotierten Gesellschaft und Finanzvorstand für eine kirchliche Institution.
F.A.Z.: „Soll ich jetzt meine Wohnung verkaufen?“
F.A.Z.: „Soll ich jetzt meine Wohnung verkaufen?“
KSW Vermögensverwaltung AG zitiert im Artikel von Dyrk Scherff, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 11.06.2025
Im Artikel der F.A.Z. wird deutlich, wie schnell selbst gutverdienende Menschen finanziell „hart am Wind segeln“, wenn das Vermögen zu einseitig und illiquide aufgestellt ist.
Unser Vorstand und Immobilienexperte, Tobias Wagner, stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Rede und Antwort.
Analysiert wurde die Situation einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern und verbeamteten Mathematikprofessorin. Sie besitzt zwei Immobilien und hat fast ihr gesamtes Vermögen darin gebunden. Monatlich muss sie 3000 Euro für Kredite und 1000 Euro für einen Bausparvertrag aufbringen. Trotz eines Nettoeinkommens von 6100 Euro sowie weiteren Einnahmen lebt sie finanziell am Limit, ohne Puffer für unvorhergesehene Ausgaben. Besonders problematisch ist, dass ihre Immobilienkredite nur noch wenige Jahre fest verzinst sind und sich die Belastung künftig erhöhen könnte.
Das große Übergewicht der Immobilien und die knappe Haushaltskasse bereiten ihr Bauchschmerzen und sie überlegt, die vermietete Immobilie in Hamburg zu verkaufen. Hier kam unser Kollege, Tobias Wagner, ins Spiel. Zunächst erstellte dieser einen Finanzplan, der folgende Fragen beleuchtet und analysiert: Welche Einnahmen und Ausgaben gibt es für die Lebenshaltung und die Immobilienkredite? Wie ist das Vermögen aufgeteilt? Und wie werden sich all diese Kennzahlen in den nächsten Jahren entwickeln?
Die Bestandsaufnahme bestätigt die Befürchtungen: „Sie können zwar Ihre laufenden Ausgaben gerade so decken, aber Sie segeln hart am Wind. Wenn mal mehr Geld als geplant benötigt wird, haben Sie nicht genug Liquidität, weil Ihr Vermögen fast komplett in Immobilien gebunden ist“, sagt Tobias Wagner zu ihr. „Sie könnten dann zwar Immobilien verkaufen, aber das benötigt Zeit, und unter Druck könnten Sie zu Preisabschlägen genötigt sein.“
Der von Herrn Wagner erstellte Finanzplan deckt weitere Schwachpunkte auf: Eine zu geringe Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital, das hohe Klumpenrisiko wenn annähernd alles Vermögen in Immobilien steckt und ein mit 1.000 EUR monatlich besparter Bausparvertrag. Dieser soll in ein paar Jahren ein Darlehen zum Teil zu tilgen und den Rest mit einem festgelegten Zinssatz zu verlängern. „Das bindet einen großen Teil Ihrer Liquidität und kostet Flexibilität. Es ist ein schlechtes und sehr teures Mittel zur Zinssicherung.“ so Tobias Wagner. Denn die Kosten und Gebühren seien hoch, die Zinssätze unattraktiv.
Tobias Wagner gibt nach eingehender Analyse den Rat, die Wohnung in Hamburg ab dem Jahr 2031 zur veräußern. Dann ist die Zehnjahresfrist seit dem Kauf abgelaufen und Wertgewinne der Immobilie sind steuerfrei. Bei einem Verkauf ist der teure Bausparvertrag zur Verlängerung des Darlehens nicht mehr nötig. Wagner empfiehlt deswegen, ihn nicht mehr weiter zu bedienen.
Fazit
Essentiell ist eine eingehende Analyse der individuellen Situation, in diesem Fall über die Erstellung eines Finanzplans. Dieser hat wichtige Punkte, wie steuerliche Aspekte, sichtbar gemacht. Gleichzeitig hat dieser eine alternative Lösung zum sofortigen steuerpflichtigen Verkauf der Immobilie aufgezeigt, der zur sofortigen Entspannung der Finanzlage beiträgt.







