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Tobias Wagner von der KSW Vermögensverwaltung

Blick nach Argentinien: Präsident Mileis "Kettensäge" zeigt Wirkung

Blick nach Argentinien: Wirtschaftsrevolution mit der "Kettensäge"?


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Präsident Mileis „Kettensäge“ zeigt Wirkung

Als der exzentrische Ökonom Javier Milei im Dezember 2023 Argentiniens Präsidentschaft übernahm, versprach er nichts weniger als eine wirtschaftliche Revolution. Sein Werkzeug: die „Motosierra“, die Kettensäge.

Weg mit dem überbordenden Staat, weg mit dem Peso, her mit der totalen Deregulierung. Ein Land am Abgrund, so seine Diagnose, braucht eine Schocktherapie. Inzwischen regiert Milei seit rund 20 Monaten – Zeit für eine Zwischenbilanz.

Zweifellos hat Milei international für Aufsehen gesorgt: Der Kurs des Peso wurde freigegeben, Subventionen drastisch gekürzt, der öffentliche Dienst eingefroren und der gesamte Staatsapparat wurde dereguliert. Investoren und Teile der Wirtschaftselite begrüßen diesen Kurs. Argentinien zeigt erstmals seit Jahren fiskalische Disziplin. Innerhalb weniger Monate verwandelte sich das Haushaltsdefizit in einen Primärüberschuss – eine Seltenheit in der Geschichte des Landes.

Mittlerweile sind einige weitere Effekte Mileis Reformen gut sichtbar. Die Hyperinflation, die Argentinien jahrzehntelang plagte, ist in den Griff bekommen worden. Die monatlichen Preissteigerungen fielen von 20 Prozent auf mittlerweile unter 2 Prozent: Das ist kein Zufall, sondern das Resultat einer radikalen Politik. Der Staat spart wie nie zuvor. Beamte wurden entlassen, Ministerien aufgelöst, Subventionen gekürzt. Der Staatshaushalt schreibt erstmals seit 15 Jahren schwarze Zahlen. Milei liefert, was er versprochen hat.

Armut trifft vor allem Kinder

Doch während die Ratingagenturen applaudieren, ist der Preis für die Bevölkerung hoch. Die Wirtschaft fiel zu Beginn seiner Präsidentschaft in eine Rezession. Der Binnenkonsum brach ein, weil die Reallöhne sanken. Die Arbeitslosigkeit steigt, während Armut und Hunger in weiten Teilen der Bevölkerung Alltag sind. Mitte 2024 galten über 50 Prozent der Bevölkerung als arm. Zwei von drei Kindern leben unterhalb der Armutsgrenze, oft ohne Zugang zu Schulspeisungen oder medizinischer Versorgung. Der Rückzug des Staates trifft diese Bevölkerungsgruppe besonders hart.

Milei hält an seinem Kurs fest. Das „Tal der Tränen“ sei nötig, um langfristig Wohlstand zu schaffen. Erste Daten stützen seine These: Denn einhergehend mit der Stabilisierung der Inflation scheint es auch bei der Armutsquote wieder aufwärtszugehen. Die Armutsquote sank von 52,9 Prozent im ersten Halbjahr 2024 auf 38,1 Prozent im zweiten Halbjahr. Doch viele Menschen müssen mehrere Jobs annehmen, um Kürzungen im Sozialbereich und bei den Subventionen aufzufangen.

Freiheit mit Fürsorge verbinden

Wachstum ist nun entscheidend. Nach zwei Rezessionsjahren erwarten OECD und IWF für 2025 ein reales BIP-Wachstum von 5,5 Prozent, für 2026 knapp vier Prozent.

Mileis Politik zeigt Wirkung. Er hat Reformbereitschaft und Entschlossenheit demonstriert. Nun muss er beweisen, dass er auch Maß kennt und Marktfreiheit mit sozialer Verantwortung kombinieren kann. Hier lohnt für ihn ein Blick über den Atlantik – zu Ludwig Erhard, dem Vater der sozialen Marktwirtschaft. Ludwig Erhards Konzept der sozialen Marktwirtschaft verbindet wirtschaftliche Freiheit mit einem stabilen Ordnungsrahmen, der zugleich soziale Härten abfedert. Ein aufgeblähter Staat war auch Erhard fremd.

Ob Argentinien diesen Weg gehen kann, ist noch offen. Aber erstmals seit Jahren gibt es wieder eine reale Perspektive auf wirtschaftliche Stabilität – und vielleicht auch auf gesellschaftlichen Ausgleich.

Über den Autor

Tobias Wagner von der KSW Vermögensverwaltung

Tobias Wagner absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Privatbank Max Flessa KG. Im Anschluss studierte er Wirtschaftswissenschaften (B.A.) und Finance, Auditing, Controlling and Taxation (M.Sc.). Sein dabei erworbenes Wissen vertiefte er unter anderem in der Steuerberatung, in der Wirtschaftsprüfung und im Portfoliomanagement. Während seines Studiums schloss er außerdem eine Ausbildung zum IHK geprüften Immobilienverwalter ab. Bevor Tobias Wagner 2021 zur KSW kam, war er im Wertpapiergeschäft der UmweltBank AG tätig. In seiner Funktion als Portfoliomanager ist er nun mit der individuellen Betreuung von Vermögensverwaltungmandaten betraut.


Wie die hohe Staatsverschuldung Wirtschaft und Geldanlage gefährdet

Wie die hohe Staatsverschuldung Wirtschaft und Geldanlage gefährdet


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Staatsschulden ohne Ende – das System betrügt sich selbst

 

Die Weltkonjunktur bleibt anfällig. Bereits kleinere Ereignisse – Handelskonflikte oder geopolitische Spannungen – reichen aus, um die Märkte zu erschüttern. Die Ursache für diese Sensibilität liegt in der übermäßigen und weiterwachsenden Verschuldung der Staaten rund um den Globus.

Auf mehr 315 Billionen Dollar taxiert das Institute of International Finance (IIF) die weltweite Verschuldung im ersten Quartal 2025. Diese Summe entspricht mehr als dem Dreifachen der globalen Wirtschaftsleistung. Zwischenzeitlich ging die Schuldenquote zurück, was aber daran lag, dass die Wirtschaftsleistung nominal gestiegen ist. Um die Inflation bereinigt nimmt die Schuldenlast weiter zu.

USA entwickeln sich vom Stabilitätsanker zum Unsicherheitsfaktor

Besondere Sorgen macht derzeit die die fiskalische Lage der Vereinigten Staaten. Mit über 35 Billionen US-Dollar – mehr als 125 % des US-BIP – stehen die USA derzeit in der Kreide. Die Zinslast steigt kontinuierlich an und droht, zentrale Haushaltsposten wie Verteidigung oder Sozialausgaben zu überholen.

Ein Warnsignal kam im Frühjahr 2025 vom US-Anleihemarkt. Um langfristige Schuldtitel erfolgreich zu platzieren, musste der Staat höhere Renditen anbieten. Für 10- und 30-jährige Staatsanleihen lagen diese zeitweise über 5 % – trotz geldpolitischer Lockerungstendenzen. Dies zeigt, dass das Vertrauen in die Solidität der US-Staatsfinanzen sinkt.  Das hat globale Auswirkungen, da US-Treasuries als Referenz für weltweite Finanzierungskosten dienen.

Zentralbanken stecken im Dilemma

Die wachsende Verschuldung der Staaten ist das Ergebnis eines fiat-basierten Währungssystems, das auf niedrige Zinsen und kontinuierliche Liquiditätsausweitung angewiesen ist. In den vergangenen Jahren haben Zentralbanken immer wieder Schulden monetarisiert, sprich: die Notenpresse angeworfen. Doch die Geldpolitik stößt nun an Grenzen. Werden die Zinsen gesenkt, also die Geldmenge erhöht, treibt das die Inflation hoch.  Erhöhen die Notenbanken die Zinsen, gefährdet das die Schuldentragfähigkeit ganzer Volkswirtschaften.

Europas Wachstum fällt gering aus – trotz hoher Ausgaben

In Europa sieht es nicht viel besser aus. Die drei größten Volkswirtschaften der Eurozone – Deutschland, Frankreich und Italien – verzeichnen laut Eurostat für 2025 ein Wirtschaftswachstum unter 0,5 %. Gleichzeitig bleiben Staatsquoten hoch (50 % bis 55 %), die Verschuldung steigt weiter, und marktferne Subventionen ersetzen zunehmend unternehmerische Investitionen. Aktive Wirtschaftspolitik wird zunehmend erschwert.

Fokus auf Substanzwerte

Die wachsenden Staatsschulden sind kein temporäres Phänomen, sondern Ausdruck eines strukturell instabilen Systems. Ohne grundlegende Reform dieses Systems werden die Märkte anfällig bleiben. Das größte Risiko ist nicht ein Crash, sondern ein schleichender Stabilitätsverlust, der über Jahre hinweg reale Kaufkraft entzieht.

Für Anleger bedeutet das: Umdenken und Vermögen besser schützen. Sachwerte, insbesondere Gold, Silber und defensive Qualitätsaktien, gewinnen an Bedeutung. Sie bieten auch in Krisen Stabilität.

Über den Autor

Wolfgang Köbler kann auf eine klassische mehr als 35-jährige Karriere in der Finanzbranche zurückblicken. Nach verschiedenen Führungsaufgaben im Privatkundengeschäft war er zuletzt als Direktor im Wealth Management der Dresdner Bank AG tätig. Berufsbegleitend studierte er in den 80’iger Jahren an der Bankakademie und ist heute noch ehrenamtlich im Prüfungswesen der IHK tätig. Den Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit bildete immer die ganzheitliche Betreuung seiner Kunden. Seit 2005 ist Wolfgang Köbler Partner und Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg. Neben dem Management eines Family Office widmet er sich der individuellen Betreuung von diskretionären Vermögensverwaltungsmandaten. Nebenberuflich fungiert er als Aufsichtsratsmitglied einer börsennotierten Gesellschaft und Finanzvorstand für eine kirchliche Institution.


Tobias Wagner von der KSW Vermögensverwaltung

F.A.Z.: „Soll ich jetzt meine Wohnung verkaufen?“

Tobias Wagner zitiert im Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung


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F.A.Z.: „Soll ich jetzt meine Wohnung verkaufen?“

KSW Vermögensverwaltung AG zitiert im Artikel von Dyrk Scherff, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 11.06.2025

Im Artikel der F.A.Z. wird deutlich, wie schnell selbst gutverdienende Menschen finanziell „hart am Wind segeln“, wenn das Vermögen zu einseitig und illiquide aufgestellt ist.

Unser Vorstand und Immobilienexperte, Tobias Wagner, stand der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Rede und Antwort.

Analysiert wurde die Situation einer alleinerziehenden Mutter von drei Kindern und verbeamteten Mathematikprofessorin. Sie besitzt zwei Immobilien und hat fast ihr gesamtes Vermögen darin gebunden. Monatlich muss sie 3000 Euro für Kredite und 1000 Euro für einen Bausparvertrag aufbringen. Trotz eines Nettoeinkommens von 6100 Euro sowie weiteren Einnahmen lebt sie finanziell am Limit, ohne Puffer für unvorhergesehene Ausgaben. Besonders problematisch ist, dass ihre Immobilienkredite nur noch wenige Jahre fest verzinst sind und sich die Belastung künftig erhöhen könnte.

Das große Übergewicht der Immobilien und die knappe Haushaltskasse bereiten ihr Bauchschmerzen und sie überlegt, die vermietete Immobilie in Hamburg zu verkaufen. Hier kam unser Kollege, Tobias Wagner, ins Spiel. Zunächst erstellte dieser einen Finanzplan, der folgende Fragen beleuchtet und analysiert: Welche Einnahmen und Ausgaben gibt es für die Lebenshaltung und die Immobilienkredite? Wie ist das Vermögen aufgeteilt? Und wie werden sich all diese Kennzahlen in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Bestandsaufnahme bestätigt die Befürchtungen: „Sie können zwar Ihre laufenden Ausgaben gerade so decken, aber Sie segeln hart am Wind. Wenn mal mehr Geld als geplant benötigt wird, haben Sie nicht genug Liquidität, weil Ihr Vermögen fast komplett in Immobilien gebunden ist“, sagt Tobias Wagner zu ihr. „Sie könnten dann zwar Immobilien verkaufen, aber das benötigt Zeit, und unter Druck könnten Sie zu Preisabschlägen genötigt sein.“

Der von Herrn Wagner erstellte Finanzplan deckt weitere Schwachpunkte auf: Eine zu geringe Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital, das hohe Klumpenrisiko wenn annähernd alles Vermögen in Immobilien steckt und ein mit 1.000 EUR monatlich besparter Bausparvertrag. Dieser soll in ein paar Jahren ein Darlehen zum Teil zu tilgen und den Rest mit einem festgelegten Zinssatz zu verlängern. „Das bindet einen großen Teil Ihrer Liquidität und kostet Flexibilität. Es ist ein schlechtes und sehr teures Mittel zur Zinssicherung.“  so Tobias Wagner. Denn die Kosten und Gebühren seien hoch, die Zinssätze unattraktiv.

Tobias Wagner gibt nach eingehender Analyse den Rat, die Wohnung in Hamburg ab dem Jahr 2031 zur veräußern. Dann ist die Zehnjahresfrist seit dem Kauf abgelaufen und Wertgewinne der Immobilie sind steuerfrei. Bei einem Verkauf ist der teure Bausparvertrag zur Verlängerung des Darlehens nicht mehr nötig. Wagner empfiehlt deswegen, ihn nicht mehr weiter zu bedienen.

Fazit

Essentiell ist eine eingehende Analyse der individuellen Situation, in diesem Fall über die Erstellung eines Finanzplans. Dieser hat wichtige Punkte, wie steuerliche Aspekte, sichtbar gemacht. Gleichzeitig hat dieser eine alternative Lösung zum sofortigen steuerpflichtigen Verkauf der Immobilie aufgezeigt, der zur sofortigen Entspannung der Finanzlage beiträgt.


Udo Rieder von der KSW Vermögensverwaltung

Die Stimmungsmacher der Börse

Die Stimmungsmacher der Börse


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So aussagekräftig sind Stimmungsindikatoren

Stimmungsbarometer wie der VIX wollen die Gefühlslage an den Finanzmärkten messbar machen. Inwiefern taugen sie Anlegern als Handlungsanleitung?

Eigentlich sollte man annehmen, dass an den Finanzmärkten die pure Vernunft herrscht. Angesichts der Unmenge an Daten und Fakten, die es zu analysieren gilt, traut man den Börsenprofis zu, dass sie mit kühlem Kopf die Bilanzen von Unternehmen akribisch studieren, volkswirtschaftliche Kennzahlen interpretieren und darauf basierend ihre Empfehlungen abgeben oder ihre Anlageentscheidungen treffen. Doch ist das wirklich so?

Tatsächlich zeigt ein Blick auf die Vielzahl an Stimmungsindikatoren, dass Emotionen eine weitaus größere Rolle spielen, als man zunächst vermuten würde. Und es sind keineswegs nur Kleinanleger, die sich davon beeinflussen lassen – auch Profis beziehen neben fundamentalen und makroökonomischen Kennzahlen die Stimmungslage der Marktteilnehmer gezielt in ihre Überlegungen mit ein.

Direkte und indirekte Börsenbarometer

Doch wie misst man die Gefühlslage der Investoren? Und was macht man mit den nackten Zahlen?Zunächst gibt es „direkte“ Stimmungsbarometer, wie z.B. den AAII Investor Sentiment Survey (American Association of Individual Investors) oder den Investors Intelligence Survey. Während erstgenannter das Stimmungsbild unter Privatanlegern erfasst, wendet sich letzterer an Verfasser von Börsenbriefen. Bei beiden Indikatoren ist immer dann Vorsicht geboten, wenn die Stimmung zu optimistisch ist. Umgekehrt kann ein übertriebener Pessimismus ein guter Einstiegszeitpunkt sein.

Die „indirekten“ Indikatoren spiegeln wider, wie sich die Investoren bereits verhalten haben. Es zeigt also einen Ist-Zustand der aktuellen Gemütslage. Zu diesen Börsen-Thermometern zählt das sog. Put-Call-Ratio, das aufzeigt, ob Anleger sich eher absichern (Werte über 1) oder auf weiter steigende Kurse setzen (Werte unter 0,7). Auch die Volatilitätsindizes wie V-DAX oder VIX geben Hinweise: Niedrige Werte deuten auf Gelassenheit hin, hohe Werte auf Nervosität oder gar Panik.

Ergänzt werden diese durch weitere Stimmungsbarometer, etwa solche, die das Volumen von Leerverkäufen oder den Anteil kreditfinanzierter Investments erfassen. Auch diese lassen sich als Kontraindikatoren interpretieren. Ähnlich wie beim Fear & Greed Index, dem Angst & Gier-Barometer. Werte nahe Null signalisieren eine extreme Angst der Investoren, wohingegen Werte Richtung 100 vor übertriebener Gier warnen.

Stimmungsindikatoren – für Anleger hilfreich?

Auch wenn die Stimmungsindikatoren für viele Anleger noch Neuland sein mögen – schon Anfang des 19. Jahrhunderts postulierte der Bankier Carl Mayer von Rothschild: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern. Verkaufen, wenn die Violinen spielen“. Und auch die Investment-Legende Warren Buffet wusste: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind und ängstlich, wenn andere gierig sind“.

Stimmungsindikatoren liefern wertvolle Hinweise – vorausgesetzt, man nutzt sie als das, was sie sind: Kontraindikatoren, die stets im Zusammenspiel mit fundamentalen Analysen betrachtet werden sollten.

Über den Autor

Seit mehr als 30 Jahren fühlt sich Udo Rieder dem Wertpapiergeschäft verbunden. Der Ausbildung bei der Deutschen Bank AG in Nürnberg folgten Einsätze als Investmentmanager in Lübeck und Genf, wo er das internationale Geschäft sehr wohlhabender Klienten betreute. Seine Rückkehr nach Deutschland führte ihn über die Leitung der Vermögensverwaltung für Nordbayern hin zur Verantwortung für die Investmentmanager im neu gegründeten Geschäftsbereich Private Wealth Management. Im Jahr 2008 ist er zur UBS Deutschland AG gewechselt, um die neu zu eröffnende Niederlassung Nürnberg mit aufzubauen. Seine berufliche Tätigkeit wurde flankiert von berufsbegleitenden Studien an der Bankakademie und der European Business School. Zudem ist er zertifizierter Eurex-Anlageberater. Im Januar 2015 trat Herr Rieder als Gesellschafter der KSW bei, um seine Kunden als Portfoliomanager weiterhin individuell zu betreuen.


Stefan Held von der KSW Vermögensverwaltung

Investieren beginnt im Kopf: Wie Emotionen unsere Geldanlage steuern

Wie Emotionen unsere Entscheidungen beim Investieren steuern


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Investieren beginnt im Kopf: Wie Emotionen unsere Geldanlage steuern

Investieren gilt oft als eine rein rationale Angelegenheit, bestimmt durch Fundamentaldaten, Marktanalysen und volkswirtschaftliche Entwicklungen. Doch in Wahrheit spielt die Psychologie eine entscheidende Rolle. Emotionen wie Angst und Gier beeinflussen Kauf- und Verkaufsentscheidungen oft stärker als harte Fakten. Wer als Anleger langfristig erfolgreich sein will, sollte sich nicht nur mit Zahlen auskennen, sondern auch mit den psychologischen Mechanismen hinter seinen Entscheidungen.

Studien zeigen, dass Menschen Verluste doppelt so stark empfinden wie Gewinne gleicher Höhe. Diese sogenannte Verlustaversion führt oft dazu, dass Anleger zu früh Gewinne mitnehmen, aus Angst, sie könnten wieder verschwinden. Gleichzeitig halten sie verlustreiche Positionen zu lange, in der Hoffnung, dass sich der Markt wieder erholt. Das Resultat: Die Performance leidet.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Manager eines Fußballteams. Erfolgreiche Vereine behalten ihre besten Spieler und verkaufen diejenigen, die nicht eingeschlagen haben. An der Börse hingegen machen viele Anleger genau das Gegenteil: Sie verkaufen die gut laufenden Aktien zu früh und halten an den schlechten fest, in der Hoffnung, dass sie sich doch noch erholen. Erfolgreiche Investoren dagegen setzen auf Disziplin und vordefinierte Verkaufsstrategien, um emotionsgetriebene Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Herdentrieb: Warum wir der Masse folgen
Der Mensch ist ein soziales Wesen und folgt oft der Mehrheitsmeinung – ein Verhalten, das sich auch an der Börse zeigt. Wenn Aktienkurse stark steigen, wollen viele Anleger auf den Zug aufspringen, aus Angst, etwas zu verpassen (FOMO: Fear of Missing Out). Umgekehrt wird in Panik verkauft, wenn Kurse fallen, auch wenn die langfristigen Perspektiven unverändert gut sind. Warren Buffett bringt es auf den Punkt: „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind, und ängstlich, wenn andere gierig sind.“

Das zeigt sich auch im Konsumverhalten: Menschen kaufen gerne Produkte, wenn sie als „Sonderangebot“ gekennzeichnet sind. Ein Auto, das 20% günstiger angeboten wird als im Vorjahr, verkauft sich leichter als eines, das 40% teurer geworden ist. An der Börse ist es genau umgekehrt: Anleger kaufen lieber Aktien, die bereits stark gestiegen sind, anstatt die „Schnäppchen“ zu nutzen, wenn Kurse gefallen sind.

Der Bestätigungsfehler: Wenn wir nur das sehen, was wir sehen wollen
Menschen neigen dazu, Informationen zu bevorzugen, die ihre bestehenden Überzeugungen bestätigen. Dieser Bestätigungsfehler kann dazu führen, dass Anleger nur positive Nachrichten zu ihren Investments wahrnehmen und Warnsignale ausblenden. Ein kritischer Blick und eine breite Informationsbasis sind entscheidend, um nicht in diese Falle zu tappen.

Strategien um Emotionen in den Griff zu bekommen:

  • Feste Regeln: Wann kaufe ich? Wann verkaufe ich? Was ist mein Ziel?
  • Diversifikation: Wer sein Risiko streut, bleibt gelassener bei Schwankungen.
  • Langfristige Perspektive: Kurzfristige Marktschwankungen sind normal. Wer auf den langfristigen Trend achtet, vermeidet Panikreaktionen.

Fazit
Die besten Investoren wissen, dass ihre eigene Psyche oft ihr größter Feind ist. Disziplin, Rationalität und ein bewusstes Auseinandersetzen mit den eigenen Denkmustern können helfen, typische Fallstricke zu vermeiden. So lassen sich nicht nur bessere Renditen erzielen, es lässt sich auch entspannter investieren.

Über den Autor

Stefan Held von der KSW Vermögensverwaltung

Stefan Held ist seit 20 Jahren im Bankgeschäft und seit 15 Jahren in der Betreuung wohlhabender Privatkunden tätig. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank AG und mehrerer berufsbegleitender Studiengänge zum diplomierten Bankbetriebswirt an der Frankfurt School of Finance & Management übernahm Herr Held 2007 die Position des Beraters Private Banking bei der Commerzbank AG in Nürnberg. 2013 wurde Herr Held Filialdirektor und wechselte 2016 als Relationshipmanager ins Wealth Management. Dort verantwortete er den Standort Erlangen und zuletzt in stellvertretender Leitung das Wealth Management der Niederlassung Nürnberg. Die ganzheitliche und individuelle Betreuung, die ihn durch sein ganzes Berufsleben stets begleitet hat, führt Herr Held seit Juli 2022 als Portfoliomanager bei der KSW Vermögensverwaltung AG fort.


Stefanie Dyballa von der KSW Vermögensverwaltung

WELT AM SONNTAG: "Seitwärts mit Gewinn"

Renditen in der Seitwärtsbewegung


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WELT AM SONNTAG: „Seitwärts mit Gewinn“

KSW Vermögensverwaltung AG zitiert im Artikel der WAMS vom 11. Mai 2025

„Anleger sind starke Bewegungen an den Kapitalmärkten gewöhnt. Doch es gibt immer auch Phasen, in denen sich die Kurse über Monate seitwärts bewegen. In nächster Zeit sind solche Krebsgang-Börsen sogar wahrscheinlich. Auch hierfür gibt es Investmentangebote.“ so Redakteur Daniel Eckert, WAMS

Anders als bei klar steigenden oder fallenden Kursen verlaufen die Märkte in einer Bandbreite, was aktuell wieder wahrscheinlicher wird. Gründe dafür sind etwa eine Stabilisierung der geopolitischen Lage ohne klare wirtschaftliche Impulse. In solchen Seitwärtsphasen lassen sich mit klassischen Aktieninvestments – etwa über breite Indexfonds – kaum attraktive Renditen erzielen.

Profi-Investoren greifen in solchen Zeiten häufig auf Optionsstrategien oder strukturierte Produkte zurück. Diese Techniken stehen heute auch Privatanlegern zur Verfügung, insbesondere über sogenannte Bonus- und Discount-Zertifikate.

„Mit einem Discount-Zertifikat handeln Anleger einen bestimmten Basiswert, das ist häufig eine Aktie, mit einem Abschlag, einem Discount“, erklärt Stefanie Dyballa, Vermögensverwalterin bei der KSW-Vermögensverwaltung in Nürnberg. Discounter eignen sich laut Dyballa „hervorbringend dazu, Rendite aus einer Seitwärtsbewegung zu schlagen“.

Auch Bonus-Zertifikate bieten in stagnierenden Märkten Chancen. „Bei diesem Produkt erhalten Anleger eine festgelegte Bonuszahlung, wenn der Kurs des Basiswerts innerhalb eines bestimmten Bereichs bleibt“, beschreibt Dyballa. So sind sogar bei moderaten Kursverlusten Gewinne möglich.

Wichtig ist die genaue Kenntnis der Eigenschaften jedes Zertifikats: Manche versprechen hohe Gewinne bei höherem Risiko, andere sind konservativ konstruiert und bieten nur geringe, aber relativ sichere Erträge.

„Vor dem Einstieg sollten Anleger immer prüfen, ob Chance und Risiko bei dem Investment symmetrisch sind“, rät Dyballa. Zu beachten ist außerdem das Emittentenrisiko: Zertifikate sind Schuldverschreibungen, die bei einer Bankeninsolvenz gefährdet sein können. Solide Emittenten wie die Deutsche Bank oder Goldman Sachs bieten allerdings eine gewisse Sicherheit.

Strukturierte Produkte sind kein Wundermittel, aber ein nützliches Werkzeug für informierte Anleger – insbesondere in ruhigen Börsenphasen, so Daniel Eckert.


KSW Aktuelles Beitrag von Thorsten Göhl

Quo vadis? Trump spielt mit dem Feuer

Quo vadis? Trump spielt mit dem Feuer


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Wohin führt Trumps Zollpolitik?

Erinnert das Trump’sche Zollchaos an das Filmepos „Quo vadis?“

Das Trump’sche Zoll-Chaos lässt mich unwillkürlich an eine Szene aus dem Filmepos Quo Vadis von 1951 denken, in dem Sir Peter Ustinov den wahnsinnigen Kaiser Nero verkörpert: Während Rom brennt, blickt Nero fasziniert auf das Flammenmeer – singend, als wäre er bloß Zuschauer. Die Verantwortung für das Chaos schiebt er anderen in die Schuhe.

Zugegeben: Die Welt steht heute nicht buchstäblich in Flammen. Doch die Handels- und Zollpolitik des US-Präsidenten wirkt wie ein riskantes Spiel mit dem Feuer. Was da noch folgt, ist ungewiss. Genau diese Unsicherheit spüren wir an den Finanzmärkten: Die Volatilität hat spürbar zugenommen.

Wer mit der erneuten Wahl Trumps eine Fortsetzung der US-Rallye auch 2025 erwartet hatte, wurde auf dem falschen Fuß erwischt. Die Euphorie um amerikanische Technologiewerte scheint vorerst vorbei. Politische Entscheidungen, die sogar eine Rezession oder Stagflation billigend in Kauf nehmen, haben die Rahmenbedingungen in den USA massiv verschlechtert.

Der US-Leitindex S&P 500 und der Nasdaq verzeichnen bereits seit Jahresbeginn deutliche Verluste. Mit der Ankündigung neuer Zölle der USA gegen den Rest der Welt hat sich dieser Trend verschärft. Auch Europa und China spüren die Auswirkungen, doch innerhalb der einzelnen Sektoren gibt es enorme Spreizungen zwischen Siegern und Verlierern dieser Politik. Während einige Unternehmen leiden, ergeben sich für andere interessante Chancen, die auch Anleger nutzen sollten.

Tech-Werte: Vorteil für China

Den makroökonomischen Gegenwind spüren vor allem die hoch bewerteten Wachstumswerte in den USA. US-Technologiekonzerne wie z.B. Apple sind doppelt vom Handelskonflikt betroffen: Durch die Produktion in China und den Absatzmarkt dort.

Derweil befinden sich chinesische Technologiewerte dank staatlicher Rückendeckung im Aufholmodus. Sollten die angekündigten Zölle so in Kraft treten, könnten Chinas IT-Schwergewichte weiter profitieren, da sie den Großteil ihrer Umsätze im Inland erzielen. Dies trifft ebenso auf chinesische Mobilitätsaktien, Autobauer und Lieferanten von KI-Komponenten zu.

Portfolios brauchen jetzt aktives Management

Mit Blick auf die deutsche Wirtschaft geraten neben den bekannten Sorgenkindern aus der Automobil- und Chemiebranche nun Textil- bzw. Sportartikelhersteller in den Fokus. Da sie vielfach in Asien fertigen, fallen die kumulierten Zölle doppelt so hoch aus und werden am Ende das Ergebnis und die Margen drücken.

Die bessere Wahl sind für Anleger daher Unternehmen, die v.a. am Heimatmarkt tätig sind und wenig in die USA exportieren. Energieversorger gehören hier zu den aussichtsreichen Kandidaten. Auch wenn US-Tech-Unternehmen unseren Alltag weiterhin prägen werden, könnten aktuelle politische Entwicklungen eine neue Ausrichtung von Aktienportfolios notwendig machen.

Zu Jahresbeginn konnten sich die chinesischen, aber auch europäische Aktienmärkte von den US-Titeln absetzen. Die im Durchschnitt niedrigeren Bewertungen, die beschlossene Fiskalwende in Deutschland, Bürokratieabbau und das nötige stärkere Zusammenrücken innerhalb der EU, könnten dazu führen, dass europäische Aktien während der Präsidentschaft von Trump die Nase vorne haben. Wer also rein passiv auf den MSCI World setzt – der stark von US-Werten dominiert wird – könnte Chancen in Europa und Asien verpassen.

Über den Autor

Thorsten Göhl Autorenprofil

Thorsten Göhl studierte als gebürtiger Nürnberger nach dem Abitur Volks- und Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Bank- & Börsenwesen sowie Kapitalmarkttheorie. Mit dem direkten Einstieg in das Private Banking bei der Deutschen Bank folgte im Jahr 2005 der Wechsel in die Praxis. Über einen Zeitraum von zehn Jahren betreute er dort seine Kunden in allen Fragen der Vermögensplanung und -anlage und der Nachfolgeplanung. Seit 2015 war Thorsten Göhl im Wealth Management der Deutschen Bank in Nürnberg als Investmentberater und Relationship Manager tätig und dabei für die Akquisition, Beratung und aktive Verwaltung liquider Vermögenswerte von Privatkunden und institutionellen Investoren verantwortlich. Seit Januar 2025 verstärkt Thorsten Göhl das Team der KSW Vermögensverwaltung AG als Portfoliomanager. Eine vertrauensvolle, persönliche Verbindung zu seinen Kunden steht im Mittelpunkt seiner langfristig orientierten Beratungstätigkeit.

 


Beitrag Neuzugänge bei der KSW

Weil Vertrauen Vermögen schafft: KSW wächst mit starken Persönlichkeiten

Neuzugänge bei der KSW Vermögensverwaltung AG


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Weil Vertrauen Vermögen schafft: KSW wächst mit starken Persönlichkeiten

Das Interesse an der KSW Vermögensverwaltung AG bleibt unter erfahrenen Kundenberatern ungebrochen hoch. Dadurch sind wir in der privilegierten Lage, weiterhin ausgewählte Top-Berater in unser Team aufzunehmen.

Besonders erfreulich ist, dass uns dies im vergangenen Jahr gleich dreimal gelungen ist: Mit Damian Schlehlein (vormals BNP Paribas), Thorsten Göhl (vormals Deutsche Bank) und Christian Wondratsch (vormals ODDO BHF Bank) haben wir drei versierte Experten mit langjähriger Erfahrung im Wealth-Management hinzugewonnen.

Das Arbeitsumfeld der KSW macht für unsere Berater den Unterschied. Es gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Kundenbeziehungen unabhängig und frei von Produktvorgaben zu pflegen. Neben dem individuellen Portfoliomanagement stehen wir unseren Kunden mit der strategischen Finanzplanung für sämtliche finanzielle Angelegenheiten zur Seite. Mit dieser ganzheitlichen Beratung legen wir ein Fundament für zielsichere Entscheidungen in allen Vermögens-, Schenkungs- und Erbschaftsfragen und schaffen so echten Mehrwert für unsere Kunden.

Aktuell betreut die KSW Vermögensverwaltung AG ein Vermögen von rund 1,3 Milliarden Euro, verteilt auf etwa 600 Familienverbünde. Unser stetiges Wachstum und die hohe Kundenzufriedenheit zeigen: Mit unseren gelebten Werten „Ehrlichkeit“ und „Verlässlichkeit“ und kontinuierlichem Fokus auf Qualität, lässt sich nachhaltig Erfolg erzielen.

Leidenschaft ist der beste Antrieb für Exzellenz. Wir stehen Ihnen mit Verlässlichkeit und höchstem Anspruch zur Seite – und das seit 1997.

Thorsten Göhl, Christian Wondratsch, Damian Schlehlein neu bei der KSW
v. l.: Thorsten Göhl (ehem. Deutsche Bank), Christian Wondratsch (ehem. ODDO BHF Bank), Damian Schlehlein (ehem. BNP Paribas)

Tobias Wagner von der KSW Vermögensverwaltung

Vom Kohleofen zur künstlichen Intelligenz

Vom Kohleofen zur Künstlichen Intelligenz


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Wird Künstliche Intelligenz zur Rentabilitätsfalle?

Künstliche Intelligenz verschlingt gigantische Ressourcen. Ändert sich das mit neuen, hocheffizienten Modellen wie Deepseek?

Je effizienter eine Technologie wird, desto weniger Ressourcen verbrauchen wir. Sollte man meinen. Aber weit gefehlt: Das Jevons-Paradox zeigt uns bereits seit 160 Jahren sehr eindrücklich, dass dieser Zusammenhang häufig nicht zutrifft. Aktuell erleben wir dies im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). So kann der Erfolg neuer Anwendungen für ihre Entwickler sogar zur Rentabilitätsfalle werden.

Schon im 19. Jahrhundert wunderte sich der britische Ökonom William Jevons darüber, dass effizientere Dampfmaschinen den Kohleverbrauch nicht etwa senkten, sondern ihn regelrecht explodieren ließen. Plötzlich dampfte es überall: in Fabriken, Zügen und sogar in den Haushalten, wo man mit Kohle nicht nur heizte, sondern auch zu kochen begann.

Die Kohleöfen sind weitgehend Geschichte, das Prinzip ist geblieben. Künstliche Intelligenz ist unser neuer Dampfmaschinen-Moment. Das jüngste Beispiel nennt sich DeepSeek. Chinesische KI-Entwickler haben dieses Sprachmodell auf den Markt gebracht, das nicht nur leistungsstark mit den etablierten Anbietern mithalten kann, sondern auch hocheffizient ist. Weniger Rechenkapazität, weniger Energieverbrauch, weniger Kapitaleinsatz bei der Entwicklung. Klingt, als könnte das die Ressourcen-Schlacht um Chips und Server-Farmen entschärfen, oder?

Mehr Anwendungen erfordern mehr Ressourcen

Kaum war DeepSeek veröffentlicht, rauschten die Aktienkurse von Tech-Giganten wie Nvidia oder Meta in den Keller. Würden wir viel weniger Hochleistungschips benötigen als erwartet? Der Kursrutsch fand ein schnelles Ende mit der Erkenntnis, dass man KI in einem noch breiteren Feld einsetzen kann, wenn sie effizienter und günstiger wird. Wir erleben das Jevons-Paradox in seiner Reinform: Mehr Anwendungen erzeugen mehr Nachfrage. Und damit steigt auch der Bedarf an Chips, Energie und anderen Ressourcen.

Für das Portfoliomanagement hat dieser Vorfall einmal mehr gezeigt, dass eine Investition in KI-Firmen kein Selbstläufer ist. Die Vorreiter und Taktgeber von heute können morgen schon überholt werden. Fraglich ist auch, ob die heutigen Milliarden-Investitionen der Tech-Giganten in KI zukünftig Früchte tragen. Bringen die Investitionen nicht die erwartete Rendite, werden die Kurse im hoch bewerteten KI-Sektor fallen.

An einer ausgewogenen Diversifikation im Depot führt weiterhin kein Weg vorbei. Von Künstlicher Intelligenz profitieren nicht nur Tech-Firmen und Chip-Hersteller. Ganze Branchen werden mittels KI ihre Prozesse effizienter gestalten, Kosten reduzieren, Qualität verbessern und ihre Rentabilität steigern können. Das Jevons-Paradox erinnert uns daran, dass technologische Fortschritte oft eine Eigendynamik entwickeln, die schwer vorhersehbar ist und uns sicherlich noch häufig überraschen wird.

Über den Autor

Tobias Wagner von der KSW Vermögensverwaltung

Tobias Wagner absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Privatbank Max Flessa KG. Im Anschluss studierte er Wirtschaftswissenschaften (B.A.) und Finance, Auditing, Controlling and Taxation (M.Sc.). Sein dabei erworbenes Wissen vertiefte er unter anderem in der Steuerberatung, in der Wirtschaftsprüfung und im Portfoliomanagement. Während seines Studiums schloss er außerdem eine Ausbildung zum IHK geprüften Immobilienverwalter ab. Bevor Tobias Wagner 2021 zur KSW kam, war er im Wertpapiergeschäft der UmweltBank AG tätig. In seiner Funktion als Portfoliomanager ist er nun mit der individuellen Betreuung von Vermögensverwaltungmandaten betraut.


Neue KSW Vorstände Susanne Betke, Marco Birkmann und Tobias Wagner

Generationenwechsel: KSW beruft drei neue Vorstände

Neue Vorstände bei der KSW


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Generationenwechsel: KSW beruft drei neue Vorstände

Mit den drei neuen Vorständen zum 01.01.2025 Susanne Betke, Marco Birkmann und Tobias Wagner treibt die KSW Vermögensverwaltung den Generationenwechsel voran.

Neue KSW Vorstände Susanne Betke, Marco Birkmann und Tobias Wagner
Von links nach rechts: Susanne Betke, Marco Birkmann, Tobias Wagner

Mit den drei neuen Vorständen Susanne Betke, Marco Birkmann und Tobias Wagner startet die KSW Vermögensverwaltung in das neue Jahr und treibt so den Generationenwechsel voran.

Die „Altvorstände“ Udo Schindler, Josef Leibacher und Roland Wörner haben ihre Vorstandstätigkeit zum Ende des letzten Jahres niedergelegt, wobei Roland Wörner weiterhin als Portfoliomanager im Unternehmen verbleibt.

Dem neuen Vorstandsteam bleibt Wolfgang Köbler erhalten, der somit das bewährte Quartett komplettiert.

„Mit den drei Neuvorständen ist die Unternehmensnachfolge sichergestellt. Alle drei Kolleginnen und Kollegen wurden in den letzten Jahren auf ihre neue Position vorbereitet“, so Wolfgang Köbler.

Beitrag im Private Banking Magazin