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Vermögensverwalter diskutieren erste Risse beim KI-Trade bei FUNDVIEW

Unsere Kollegin und Portfoliomanagerin Stefanie Dyballa in der Statement-Galerie bei FUNDVIEW:

„Risiken reduzieren ohne den langfristigen KI-Trend aufzugeben.“

Wir bleiben konstruktiv für das Thema Künstliche Intelligenz, erwarten aber eine neue Marktphase: Nicht mehr jeder KI-Wert wird gleichermaßen profitieren. Gleichzeitig wird es neue Chancen in Zweit- und Drittrundenprofiteuren des KI-Booms geben. Langfristig entscheidend werden tragfähige Geschäftsmodelle, Monetarisierung der Investitionen und eine realistische Bewertung sein. Insgesamt steigt die Gefahr von schärferen Korrekturen, vor allem bei zuletzt heiß gelaufenen Einzelaktien. Die aktuell laufende Umschichtung weg von Halbleiteraktien deutet unseres Erachtens eher auf einen sich verbreiternden Markt hin als auf das Ende des Bullenmarktes. Für unser Portfolios hat dies folgende Konsequenz: Keine grundsätzliche Reduzierung des KI-Themas, aber eine kritischere Bewertung. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Jahre sind die Erwartungen hoch und der Spielraum für Enttäuschungen gering. Zunehmend anspruchsvoller wird die Selektion von Einzelaktien, da die Gefahr der Disruption einzelner Geschäftsmodelle und das Rückschlagpotential enorm gestiegen sind.

Selbst vermeintlich breit diversifizierte Indizes wie MSCI World Value oder MSCI Emerging Markets IMI weisen hohe Technologieschwerpunkte auf. Mithilfe unseres Portfolioanalysetools identifizieren wir Klumpenrisiken und steuern bei Bedarf, beispielsweise durch Equal-Weight-ETFs, aktiv entgegen. Selektive Gewinnmitnahmen und Rebalancing. Überproportional gewachsene Positionen werden auf ihre Zielgewichtung zurückgeführt. Das reduziert Risiken, ohne den langfristigen KI-Trend aufzugeben. Erlöse aus Rebalancing werden in der Regel zu Gunsten einer breiteren Diversifikation in andere Branchen neu allokiert. Breitere Diversifikation entlang der KI-Wertschöpfungskette. Neben Halbleitern rücken Infrastruktur, Software, Netzwerktechnik, Energie und Rechenzentren in den Fokus. Zunehmend berücksichtigen wir auch Unternehmen aus anderen Branchen, die indirekt vom KI-Boom profitieren, und reduzieren so Klumpenrisiken. Wir reduzieren derzeit keine Aktienquote, sondern Klumpenrisiken. Gewinne bei hoch bewerteten Technologiewerten nutzen wir für ein konsequentes Rebalancing und investieren gezielt in Bereiche mit attraktiverem Chance-Risiko-Profil. Dazu zählen ausgewählte Unternehmen in Europa und Asien. Zuletzt unter anderem in den Branchen Software, Minenaktien (Edel- und Industriemetalle) und Gesundheit/Biotechnologie. Zudem halten wir weltweite Small- und Mid-Cap Aktien sowie nicht korrelierende Alternative Anlagen für interessant. Unser Fokus liegt auf Qualität, Diversifikation und einer ausgewogenen Risikostreuung.