KSW Vermögensverwaltung: Nachhaltigkeit
Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens haben sich die teilnehmenden Staaten zur Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf deutlich unter 2°C bzw. möglichst auf 1,5°C gegenüber Werten von 1990 verpflichtet.
Die Europäische Kommission hat zur Erreichung dieser Ziele und zur Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels einen umfassenden Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums und den European Green Deal veröffentlicht. Ein Teil dieses Aktionsplanes sieht den Abbau von Informationsasymmetrien in den Beziehungen zwischen Kunden und Finanzmarktteilnehmern bzw. Finanzberatern im Hinblick auf die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken, die Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen, die Bewerbung ökologischer oder sozialer Merkmale sowie im Hinblick auf nachhaltige Investitionen vor.
Diese Informationsasymmetrien sollen durch verpflichtende vorvertragliche Informationen und laufende Offenlegungen durch Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater gegenüber Endanlegern beseitigt werden. Gemäß der EU-Verordnung (EU) 2088/2019 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (die Sustainable Finance Disclosure Regulation «SFDR»), müssen Finanzmarktteilnehmer ihre Strategie zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken bei ihren Investitionsentscheidungsprozessen offenlegen.
KSW Vermögensverwaltung AG und Nachhaltigkeit
Als unabhängiger Vermögensverwalter betreut die KSW seit 1997 vermögende Privatkunden, gemeinnützige Einrichtungen sowie institutionelle Anleger. Mit Sitz in Nürnberg gehört die KSW zu den größeren Finanzportfolioverwaltern Deutschlands und ist Marktführer in Franken.
Die KSW begrüßt den von der EU-Kommission geforderten Abbau von Informationsasymmetrien in der Branche. Ein transparenter und fairer Umgang mit unseren Kunden ist fester Bestandteil der Firmen-DNA und ein wesentlicher Faktor unseres Erfolges.
Unsere Auffassung von Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde erstmals 1713 von Carl von Carlowitz geprägt, als dieser forderte, dass nur so viel Holz geschlagen werden soll, wie durch Aufforstung wieder nachwachsen kann. Doch bereits 400 Jahre früher wurde dieses Prinzip vom Nürnberger Ratsherrn Peter Stromer im zur KSW nahegelegenen Reichswald etabliert. So wurde der Nürnberger Reichswald zum ersten menschengemachten Forst der Welt und zum globalen Vorbild für nachhaltige Waldwirtschaft.
Die KSW ist zwar nicht auf die Holzbestände des Nürnberger Reichswaldes angewiesen, dennoch ist dieses Prinzip, dass unser heutiges Handeln Auswirkungen auf die Zukunft hat, in unserem Alltag relevanter denn je. Denn aus der Forstwirtschaft abgeleitet geht es unserer Ansicht nach bei Nachhaltigkeit darum, im täglichen Handeln eine vorausschauende und langfristige Perspektive einzunehmen.
Die langfristige Ausrichtung unseres Handelns findet sich in sämtlichen Geschäftsbereichen der KSW wieder. So streben wir beispielsweise neben einem niedrigen Ressourcenverbrauch auch langfristige Kundenbeziehungen und eine niedrige Fluktuationsrate in der Belegschaft an.
Die Nichtbeachtung dieses nachhaltigen Prinzips ist unserer Auffassung nach mit Kosten und Risiken verbunden. Wir sind der festen Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und die damit einhergehende Weitsicht ein wesentlicher Faktor für den unternehmerischen Erfolg ist.
Nachhaltigkeit im Unternehmen
In der Unternehmensphilosophie der KSW wird dem Thema Nachhaltigkeit traditionell ein hoher Stellenwert beigemessen. Dies drückt sich nicht nur in Absichtsbekundungen aus, vielmehr wurde dies bereits lange vor den Lenkungsmaßnahmen der politischen Institutionen durch konsequentes Handeln umgesetzt. Das Nachhaltigkeitsmanagement im Bereich der langfristig ausgerichteten strategischen Unternehmensführung kann durch eine Vielzahl von Maßnahmen belegt werden.
So wird beispielsweise der Stromverbrauch der KSW, inklusive das Aufladen von mittlerweile fünf Firmen- bzw. Mitarbeiter-Elektro-KFZ, im Jahresdurchschnitt zu über 60% aus der eigenen Photovoltaik-Anlage bezogen. Zudem unterstreicht die niedrige Fluktuationsrate sowohl in unserer Kundschaft als auch in der Belegschaft die langfristige Ausrichtung unseres Handelns.
Unsere Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken (Art. 3 OffenlegungsVO)
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Art. 3 OffenlegungsVO) sind wir zu den nachfolgenden Angaben verpflichtet. Eine Bewerbung ökologischer oder sozialer Merkmale in unseren Anlagestrategien oder für sonstige konkrete Finanzinstrumente ist nicht beabsichtigt:
- Als Unternehmen möchten wir einen Beitrag leisten zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften mit dem Ziel, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Neben der Beachtung von Nachhaltigkeitszielen in unserer Unternehmensorganisation selbst sehen wir es als unsere Aufgabe an, auch unsere Kunden in der Ausgestaltung der zu uns bestehenden Geschäftsverbindung für Aspekte der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren.
- Umweltbedingungen, soziale Verwerfungen und oder eine schlechte Unternehmensführung können in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf den Wert der Anlagen und Vermögenswerte unserer Kunden haben. Diese sog. Nachhaltigkeitsrisiken können unmittelbare Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und auch auf die Reputation der Anlageobjekte haben. Da sich derartige Risiken letztlich nicht vollständig ausschließen lassen, haben wir für die von uns angebotenen Finanzdienstleistungen spezifische Strategien entwickelt, um Nachhaltigkeitsrisiken erkennen und begrenzen zu können.
- Für die Begrenzung von Nachhaltigkeitsrisiken versuchen wir Anlagen in solche Unternehmen zu identifizieren und möglichst auszuschließen, die ein erhöhtes Risikopotential aufweisen. Mit spezifischen Ausschlusskriterien sehen wir uns in der Lage, Investitionsentscheidungen auf umweltbezogene, soziale oder unternehmensbezogene Werte auszurichten. Hierzu greifen wir in der Regel auf im Markt anerkannte Bewertungsmethoden zurück.
- Die Identifikation geeigneter Anlagen kann zum einen darin bestehen, dass wir in Investmentfonds investieren, deren Anlagepolitik bereits mit einem geeigneten und anerkannten Nachhaltigkeits-Filter zur Reduktion von Nachhaltigkeitsrisken ausgestattet ist. Die Identifikation geeigneter Anlagen zur Begrenzung von Nachhaltigkeitsrisken kann auch darin bestehen, dass wir für die Produktauswahl in der Vermögensverwaltung auf anerkannte Rating-Agenturen zurückgreifen. Die konkreten Einzelheiten ergeben sich aus den individuellen Vereinbarungen.
- Die Strategien unseres Unternehmens zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken fließen auch in die unternehmensinternen Organisationsrichtlinien ein. Die Beachtung dieser Richtlinien ist maßgeblich für die Bewertung der Arbeitsleistung unserer Mitarbeiter und beeinflusst damit maßgeblich die künftige Gehaltsentwicklung. Insoweit steht die Vergütungspolitik im Einklang mit unseren Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken (Art. 5 OffenlegungsVO).
Erklärung zur Nicht-Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (Art. 4 OffenlegungsVO)
Aufgrund gesetzlicher Vorschriften (Art. 4 Abs. 1a, Abs. 2 OffenlegungsVO) sind wir zu den nachfolgenden Angaben verpflichtet:
- Investitionsentscheidungen können nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt (z.B. Klima, Wasser, Artenvielfalt), auf soziale – und Arbeitnehmerbelange haben und auch der Bekämpfung von Korruption und Bestechung abträglich sein.
- Wir haben grundsätzlich ein erhebliches Interesse daran, unserer Verantwortung als Finanzdienstleister gerecht zu werden und dazu beizutragen, derartige Auswirkungen im Rahmen unserer Anlageentscheidungen zu vermeiden. Die Umsetzung der hierfür vorgegebenen rechtlichen Vorgaben ist nach derzeitigem Sachstand jedoch aufgrund der bestehenden und noch drohenden bürokratischen Rahmenbedingungen unzumutbar. Überdies sind wesentliche Rechtsfragen noch ungeklärt.
- Zur Vermeidung rechtlicher Nachteile sind wir daher derzeit daran gehindert, eine öffentliche Erklärung dahingehend abzugeben, dass und in welcher Art und Weise wir die im Rahmen unserer Investitionsentscheidungen nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren (Umweltbelange usw.) berücksichtigen. Daher sind wir gehalten, auf unserer Webseite zu erklären, dass wir diese vorläufig und bis zu einer weiteren Klärung nicht berücksichtigen (Art. 4 Abs. 1 b OffenlegungsVO bzw. Art. 4 Abs. 5 b OffenlegungsVO).
- Wir erklären aber ausdrücklich, dass diese Handhabung nichts an unserer Bereitschaft ändert, einen Beitrag zu einem nachhaltigeren, ressourceneffizienten Wirtschaften mit dem Ziel zu leisten, insbesondere die Risiken und Auswirkungen des Klimawandels und anderer ökologischer oder sozialer Missstände zu verringern.
Transparenz der Vergütungspolitik im Zusammenhang mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken
Die Ausgestaltung unseres Vergütungssystems ist angemessen, transparent und auf eine nachhaltige Entwicklung unseres Instituts ausgerichtet. Es steht im Einklang mit den strategischen Zielen unseres Unternehmens und mit der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken.
Die Leistung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nicht in einer Weise vergütet oder bewertet, die mit unserer Pflicht, im bestmöglichen Interesse der Kundinnen und Kunden zu handeln, kollidiert. Durch die Vergütung werden keine Anreize gesetzt, bestimmte Finanzinstrumente zu empfehlen, obwohl andere den Kundeninteressen besser entsprechen könnten. Zudem werden keine Anreize zur Eingehung übermäßiger Risiken in Bezug auf den Vertrieb von Finanzinstrumenten, auf unser Unternehmen oder auf unsere Kunden geschaffen.
